Archiv für den Monat Juni 2013

Hollersirup frutta

Vor ein paar Tagen habt ihr den Holunderblütensirup á l’hotel kennengelernt. Wer es noch etwas fruchtiger mag, für den kommt hier ein weiteres Rezept zum nachmachen…

Was brauchen wir?

  • ca. 50 Holunderblütendolden
  • 3 Liter Wasser
  • 2 kg Rohrzucker
  • ca. 20-50 g Zitronensäure
  • 1 Zitrone
  • 1 Limette
  • 1 Blutorange/Grapefruit/Orange (je nach gusto)
  • 1 Stück Ingwer

        (ergibt ca. 4 Liter Sirup bzw. rund 20-40 Liter Erfrischungsgetränk!)

Hollerstauden bei Alfeld (Mittelfranken)

Hollerstauden bei Alfeld (Mittelfranken)

Blüten - Südfrüchte - Zuckerlösung

Blüten – Südfrüchte – Zuckerlösung

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Wie geht’s?

  1. Holunderblüten säubern (nicht waschen), von Insektoiden und Stängeln befreien
  2. Zucker und Zitronensäure in heißem Wasser auflösen, kurz aufkochen (3 Liter Wasser + 2 kg Zucker = ca. 4,2 Liter Flüssigkeit)
  3. Südfrüchte und Ingwer waschen und in Scheiben schnibbeln
  4. Alles in einen großen Topf, Eimer etc. schütten, umrühren und abdecken
  5. 3-5 Tage ziehen lassen, gelegentlich umrühren
  6. anschließend abseihen und in Flaschen abfüllen

Tipps:

  • Sirup vor dem Abfüllen kurz aufkochen
  • damit der Sirup länger hält, sollten Flaschen und Verschlüsse vorher desinfiziert werden (z.B. auskochen oder für 10 Min. im Backofen bei über 100 °C erhitzten).
Alles im Eimer

Alles im Eimer

abgefüllt

abgefüllt

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Sirup im Verhältnis 1:5 bis 1:10 mit Mineralwasser mischen. Eiswürfel rein. Fertisch!!!

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Autor: Frank the Zenk

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Holunderblütensirup à l Hotel

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Das Zeug ist der helle Wahnsinn und seitdem wir es das erste Mal gekostet haben, fragen wir uns ständig, warum wir das nicht schon viel früher mal gemacht haben.

Die Grundzutat, der Holunder, wächst ja quasi an allen Ecken und Enden. Die Herstellung ist denkbar einfach und das Ergebnis ein unvergleichliches Geschmackserlebnis.

Momentan kann man bei uns in der Region, an schattigen Plätzchen oder im Wald, noch Holunderblüten ergattern, wobei ich ausdrücklich dazu raten möchte,  dabei dem Holunderbusch, als Wesenheit, sowohl Dank als auch den gebührenden Respekt entgegen zu bringen!

Falls jemand auch mal Holunderblütensirup herstellen möchte, aber nicht weiß wie, erkläre ich das ganze Prozedere.

Wir haben uns mit Rucksäcken und Tüten bewaffnet auf unsere Fahrräder geschwungen und fuhren in Richtung des nächstgelegenen Waldstückes. Da der Holunder ja quasi überall blüht, hat es nicht lange gedauert, bis wir die nötige Menge Holunderblüten eingesammelt hatten.
Idealerweise sammelt man nicht kurz nachdem es geregnet hat, weil sich dann relativ viel Getier in den Blüten tummelt.

Wir haben ungefähr 35 – 40 Blütendolden abgeschnitten und daraus werden 2 Liter Sirup.

Nachdem wir wieder Zuhause waren, haben wir Dolden erstmal auf hellen Küchentüchern ausgebreitet, damit sich Insekten, welche sich noch auf den Blüten befinden könnten, wegkrabbeln bzw. fliegen können.

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In der Zwischenzeit wurde schon mal der Sirup angesetzt. Dazu lösten wir 1,25 Kg Zucker, 500 Gramm Kandiszucker, 250 Gramm braunen Zucker und 25 Gramm Zitronensäure in 2 Liter Wasser auf.

In der Zwischenzeit wurden die einzelnen Dolden nochmal nach Insekt untersucht und dann zusammen mit zwei in Scheiben geschnittenen Zitronen und einem Stück Ingwer in einen großen Topf gegeben.

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Nachdem sich der Zucker gut aufgelöst hat und der Sirupansatz kurz aufkochte, wurde er über die Blüten geschüttet.

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Jetzt muss das ganze nur noch für 1 – 5 Tage durchziehen. Dann wird der Sirup gefiltert, kurz aufgekocht und in Flaschen abgefüllt. Soweit sind wir aber noch nicht. Unser Sirup zieht jetzt ca. seit 36 Std. und obwohl er schon eine echte Geschmacksbombe darstellt, werden wir ihn noch ein wenig durchziehen lassen.

Der Sirup ist so geschmacksintensiv, das er mit Wasser gemischt, im Verhältnis 1:5 bis 1:10, getrunken wird.

Eine köstliche Erfrischung für den Sommer!

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Es blüht!

Zur Zeit stehen einige Pflanzen in Blüte und da dies ein recht hübscher Anblick ist, möchte ich euch das nicht vorenthalten.

Fangen wir an mit einer weißen Zwiebelblüte:

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Als nächstes der Lippenblütler Thymian:

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Das Würzkraut Borretsch mit seinen extravaganten blauen Blüten:

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Die Heilpflanze des Jahres 2002, die echte Kamille:

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Die tragblattlosen Doppeldolden des Dills:

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Eine kleine, süßes Erdbeerblüte:

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Eines meiner Lieblingskräuter, der Koriander, steht auch in schönster Blüte:

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Die Zucchiniblüten sind noch nicht geöffnet, aber schon zahlreich vorhanden:

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Die Dolden der Petersilie haben sich noch nicht ganz geöffnet:

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Zu guter Letzt noch die Tomatenblüten:

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Auf bald!

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Diesen Samstag – Kopfsalat

Samstag, 22. Juni 2013 – Kopfsalat-Ernte!

Wir werden ca. 50 leckere Bio-Kopfsalate ernten und können sicherlich nicht alle selber verzehren…

Jemand interessiert? Email so schnell wie möglich an herbularasa(at)gmail(dot)com

Nur solange der Vorrat reicht!

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Brotaufstrich mit Austernpilzen und gerösteten Sonnenblumenkernen

Nicht nur mit bissl frischem Schnittlauch auf’s Brot lecker – auch hervorragend in Saucen, Suppen und vielen weiteren erdenklichen Speisen schmeckt diese vegane Pilzpaste(te).

Zutaten:

wir brauchen in etwa 500-600g an möglichst frischen Austernpilzen,
ca. 50g geschälte Sonnenblumenkerne,
ungefähr 150ml Sonnenblumenöl,
zwei mittelgroße Zwiebeln,
2-3 TL Salz,
1 TL Pfeffer

Zubereitung:

DSCF2259Austernpilze idealerweise ungewaschen zerrupfen – dabei am äußeren Hutrand ansetzen, entlang der Lamellen gen Ansatz in Streifen vom Fruchtkörper abziehen und in kleinere Stücke schnibbeln. Die zwei bereits geschälten Zwiebeln werden ebenfalls in feine Stücke geschnitten.

Sonnenblumenöl in einer großen Pfanne oder Wok auf mittlerer Hitze etwas erhitzen und die Zwiebelwürfel darin anschwitzen. Austernpilze, Pfeffer und Salz werden hinzugefügt, gut in der Pfanne gemischt, angebraten und unter gelegentlichem Umrühren ca. 20min geköchelt bis reduziert. Die Dauer kann und soll selbstverständlich, je nach Gusto, variieren ;)

In der Zwischenzeit werden nebenbei Sonnenblumenkerne in einer kleinen Pfanne leicht angeröstet und beiseite gestellt. Ist die gewünschte Konsistenz bzw. Kochdauer erreicht, Pfanneninhalt mit Sonnenblumen vermengen und mit Stabmixer pürrieren – ggf. mit Öl etwas geschmeidiger machen.

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Abgefüllt wird der Brotaufstrich in abgekochte Gläser und kann mit einer Schicht Oil geschützt werden. Im Kühlschrank ist diese Leckerei, mehr als zwei Wochen haltbar

…und länger stehts eh nicht drin ;)

Sooo, wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen, Experimentieren und vorallem (Aus)Probieren!

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