Archiv der Kategorie: anbau+pflege

Mischmasch

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In den vergangenen Tagen hat sich einiges bei uns getan und aus Gründen der Faulheit und der Bequemlichkeit werden jetzt gleich mehrere, unterschiedlichste Themen zusammen in diesen Eintrag verpackt. ^_^

Zuerst möchte ich euch zeigen, wie wir unsere Rettiche eingelagert haben:

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Dazu wurde einfach ein alter, hölzerner Waschtrog mit angefeuchteten Sand befüllt und das einzulagernde Gemüse in einzelnen Lagen darauf ausgebreitet.

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Irgendwas scheint bei uns aber verkehrt zu laufen, denn schon nach einigen Tagen schossen frische Rettichblätter aus dem Sand:

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Vielleicht war der Sand zu feucht, oder es ist doch zu warm im Keller. Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung warum die Lümmel weiter wachsen. Vielleicht hat jemand eine Idee?

Weiter zum nächsten Thema:

Da wir neulich viel zu viel Salate und Rettich hatten um alles selbst zu Essen, kamen wir auf die glorreiche Idee, die Salatköpfe & die Rettiche einfach unter unseren Nachbarn zu verschenken. Das ganze wurde auch bildlich festgehalten und das will ich euch nicht vorenthalten:

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War eine äußerst gelungene Aktion, die wir sicherlich wiederholen werden!
Mehr gibt es dazu eigentlich auch nicht zu sagen.

Am meisten hat sich wohl auf unserem Acker getan.
Dazu zeige ich euch einfach mal nur ein paar Bilder:

Zwiebeln & Karotten

Zwiebeln & Karotten

Kohlrabi

Kohlrabi

Kohlrabi

Lila Kohlrabi

Rote Beete

Fenchel

Fenchel

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Salat

Salat

Salat

Bohnen

Bohnen

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Zucchini

Sonnenblumen

Sonnenblumen

Das war es, fürs Erste. Bald gibt es wieder mehr, dann auch wieder mit ausführlicheren Texten.

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Rosen klonen

Die Mutter vom Bernd hat einen sehr schönen Rosenstrauch. Die gefallen auch meiner Mutter. Damit wir auch so einen tollen Strauch bekommen, wollen wir versuchen, die Rosen zu klonen. Also bin ich los und hab Bernd’s Mutter gefragt, ob ich mir ein paar Rosenzwiege abschneiden darf. Die Mutter vom Bernd hat natürlich „ja“ gesagt…

Also hab ich mir zwei Rosen abgeschnitten.

Die Rosen sollten ca. 5 Blattansätze haben

Die Rosenzweige für die Vermehrung sollten ca. 5 Blattansätze haben

Zuhause angekommen kamen die Rosen sofort unters Messer.

Nur das oberste 5-paarige Trieb bleibt stehen

Nur der oberste, 5-paarige Trieb bleibt stehen

Dann schnell zwei Löcher gegraben, Stecklinge rein, angießen.

Stecklinge bis kurz unter den Blattansatz einbuddeln

Stecklinge bis kurz unter den Blattansatz einbuddeln (schattig, geschützt)

Dass es die Kleinen schön kuschelig haben, noch ’ne Haube drüber.

Vasen oder Einmachgläser eignen sich hervorragend als Mini-Gewächshaus

Vasen oder Einmachgläser eignen sich hervorragend als Mini-Gewächshaus

Jetzt ab und zu gießen und hoffen, dass uns nächstes Jahr was schönes blüht :-)

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Autor: Frünk

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Vorkultur und Pikieren

Die Vorkultur:

Jede Kulturpflanze hat eine optimale Keimtemperatur (Sommersorten rd. 15-25°C) und eine bestimmte Keimdauer (ca. 4-20 Tage). Die Kulturdauer (Aussaat bis Ernte) reicht von einigen Wochen (Asia-Salate, Radieschen) bis zu 2 Jahren (z.B. Grünspargel).

Je nach Kulturdauer und Temperaturansprüchen kann es sinnvoll sein, Gemüse im Haus oder Gewächshaus im Frühjahr vorzuziehen (= Vorkultur). Die Vorzucht ermöglicht einen Wachstumsvorsprung gegenüber direkt ins Freiland gesätem Gemüse (meist erst ab Mai möglich) und macht sie außerdem weniger anfällig für „Schädlinge“. Einige wärmeliebenden Kulturpflanzen (z.B. Aubergine, Paprika) gedeihen in unseren Breite sogar nur über die Jungpflanzenzucht – bei Aussaat direkt ins Freiland wäre die Kulturdauer so lange, dass die ersten Herbstfröste noch vor dem eigentlichen Erntezeitpunkt kämen.

Die Vorzucht von Gemüse beginnt mit der Aussaat in Töpfen oder Aussaatschalen. Als Standort eignet sich eine helle, warme Fensterbank, ein Gewächshaus oder ein Frühbeet, wo die jungen Triebe vor Wind und Wetter geschützt sind. Neben Licht und einer angemessenen Temperatur brauchen die Samen v.a. ausreichend Feuchtigkeit, jedoch keinen Dünger (Anzuchterde; keine Blumenerde!).

Das Pikieren:

Rund 2 bis 3 Wochen nach der Keimung sollten die jungen Pflänzchen vereinzelt werden, damit sie kräftige Wurzeln entwickeln und sich nicht weiter „Konkurrenz“ machen. Das Vereinzeln nennt man „Pikieren„. Die Pflänzchen sollten zu diesem Zeitpunkt einige cm hoch sein und ca. 2 Blattpaare aufweisen.

Jedes Pflänzchen wird in ein einzelnes Töpfchen umgesetzt. Hierfür eignen sich z.B. Holzfaser-Töpfchen, Quickpots oder gebrauchte Joghurt-Becher. Die kleinen Pflanzen sind sehr zart und man muss beim umpflanzen vorsichtig sein. Hilfreich ist ein sog. Pikierstab. Den gibt es im Handel, es tut aber auch ein dünner Ast o.ä.

So wird’s gemacht:

  • Zunächst die neuen Töpfchen mit Jungpflanzenerde füllen und ein ca. 1-3 cm tiefes Loch (je nach Wurzellänge) mit dem Pikierstab eindrücken
  • Pflänzchen vorsichtig mit Pikierstab einzeln oder büschelweise aus der Aussaatschale heben
  • um die Wurzelentwicklung anzuregen, wird empfohlen, die längeren Wurzeln mit dem Fingernagel um ca. 1/3 einzukürzen
  • Pflänzchen so einsetzen, dass die Wurzeln nach unten zeigen (nicht umbiegen!)
  • Pflanzen gut andrücken und gut gießen, 2-3 Tage schonend aufstellen (nicht in die pralle Sonne) und darauf achten, dass die Erde nicht austrocknet

Nach einigen Wochen sollten die Setzlinge groß genug sein, um ausgepflanzt zu werden…

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Autor: Öl

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Grundlegende Fragen zum Selbstanbau

Zum Selbstanbau gibt es einige grundlegende Fragen:

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  • Wo baue ich an?
  • Wie baue ich an?
  • Was baue ich an?

Beginnen wir bei der ersten Frage:

Wo baue ich an?

Ich habe jetzt schon ein paar Mal von meinen Mitmenschen gehört, dass sie auch gerne einmal ihr eigenes Gemüse anbauen würden, dass sie aber nicht wissen wie, und vor allem wo?  Am leichtesten tut man sich natürlich, wenn man einen eigenen Garten, oder einen Balkon hat, auf dem die Pflänzchen dann auch genug Licht abbekommen. Aber selbst wenn man kein Stück Land sein Eigen nennen kann, ist es realisierbar sich dem Selbstanbau zu widmen.

Wohnst du am Lande, dann sollten fruchtbare Böden nicht sehr schwer zu finden sein und selbst in Großstädten lassen sich zahlreiche Grünflächen finden, auf denen man sich austoben kann.  Seien es nur die eigenen Fensterbänke, auf denen man  seine Küchenkräuter gedeihen lässt.

Hat man dann einen Platz gefunden, drängt sich auch schon die nächste Frage auf:

In der Großstadt, ohne eigenen Garten, würde ich wohl mit der Methode des Guerilla Gardenings liebäugeln. Kräutertöpfchen in der Wohnung wären eine schöne Ergänzung dazu. Hat man das Glück sich Gartenbesitzer nennen zu dürfen, bieten sich einem noch zahlreiche weitere Möglichkeiten. Mein persönlicher Favorit sind wohl Hügelbeete, wie sie auch in der Permakultur Gebrauch finden.Wie baue ich an?

Nachdem die Entscheidung gefallen ist, wie man sein Beet anlegt, sollte man sich überlegen, nach welcher Anbaumethode man vorgehen möchte. Darüber hat Frank bereits kurz in einem anderen Artikel geschrieben. Zu finden unter dem Exkurs Gemüseanbau.

Zu der Frage wie man sein Gemüse anbauen möchte, lassen sich natürlich auch noch weitere Kriterien erörtern:

 

  •  Wie gehe ich mit dem Einsatz von Düngemitteln/Pestiziden um?
  • Versuche ich mein Beet exakt nach den Himmelsrichtungen anzulegen?
  • Richte ich mich bei den An- und Umplanzzeiten nur nach dem Wetter, oder ziehe ich dabei einen Mondkalender zu Rate?
  • Benutze ich Gartenwerkzeuge aus Kupfer, wie sie einst schon von Pionieren wie Viktor Schauberger empfohlen wurden?

Zuletzt steht noch die Entscheidung an, was man überhaupt alles anbauen möchte.

Was baue ich an?

Wie in so vielen Fragen des Lebens, liegt auch hier die Antwort in der Harmonie. In der Harmonie zwischen den vorgegebenen Bedingungen und den eigenen Vorlieben.

Eine der zentraleren Fragen ist dabei wohl auch die, nach der Wahl des Saatguts. Zum einen gibt es natürlich das gängige Hybridsaatgut. Wer jedoch daran interessiert ist, seine Pflanzen dauerhaft zu kultivieren, dem sei zu samenfesten Demeter–  bzw. Biosaatgut, wie das der Bingenheimer Saatgut AG, geraten.

Wie ihr seht, es gibt vieles zu beachten, wenn man sich in das Abenteuer Selbstanbau stürzen möchte, doch es ist die Mühe allemal wert.

Zum Schluss noch meine persönliche Erkenntnis des Tages: Heinrich ist der beste Bauer!

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