Archiv der Kategorie: philosophie+spass

Ernährung

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Das Thema Ernährung ist offensichtlich von essentieller Bedeutung für uns Menschen.
Deshalb strebe ich danach mir möglichst wenige Gedanken darüber zu machen was ich esse.
Mich zu ernähren soll etwas ganz selbstverständliches und natürliches sein!
Das schließt eine bewusste Ernährung nicht aus.
Bewusst zu essen bedeutet nicht einfach nur sich darüber Gedanken zu machen, was man da gerade isst, sondern auch das Lebensmittel ( das, wie der Name schon sagt, IMMER etwas lebendiges ist, oder war!) mit Dankbarkeit, Achtung, Respekt und Liebe zu sich zu nehmen. Bewusst den Geschmack zu erleben, vielleicht sogar bewusst am Essen zu riechen.
Ich finde viele Frucht- , Obst-, oder Gemüsesorten auch rein optisch einfach wunderschön anzusehen und kann mich sehr daran erfreuen.

Noch ist aber die Frage was bei mir auf den Teller kommt ein Thema, welches mich auch immer wieder neu beschäftigt.DSCF5444
Sogar wenn ich gerade nichts esse!

Dadurch das ich meine Ernährung auf vegetarische Kost umgestellt habe, fing ich automatisch an mich auch bewusster zu ernähren und dabei wurde mir klar, das ich noch weit von einer natürlichen und gesunden Ernährung entfernt bin.

In den letzten Tagen habe ich mich viel mit dem Thema Rohkost auseinandergesetzt und wie so oft bei Ernährungsfragen sind da die Meinungen mitunter sehr gespalten.
Das ist insofern auch nicht verwunderlich, da wir Menschen eben auch alle ganz unterschiedlich sind.
Nur weil ich gesünder bin, seit ich keine Tierleichen mehr esse, muss es nicht bedeuten das gleiches auch für dich gilt, lieber Leser.
Wie schon gesagt, ging mit der Umstellung meiner Ernährung auch ein tieferes Bewusstsein zu dieser Thematik einher.
Natürlich gibt es zu allem Statistiken, aber wir sind eben keine Statistiken, sondern individuelle Menschen.
Mich würde jetzt einfach nur interessieren, wie ihr euch ernährt? Worauf achtet ihr? Was ist euch wichtig?

Ich esse, zum Beispiel, keine Eier. Kurz gesagt, weil daraus potentiell ein Huhn werden könnte.
Tiere esse ich nicht, weil ich glaube, das Tiere nicht dazu geschaffen wurden damit wir Menschen sie essen.
Ich esse also viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen, Getreide und Gräser. Bei Honig glaube ich zwar, dass die Bienchen ihn eigentlich nicht machen, damit wir ihn dann klauen, aber ich esse ihn trotzdem. Milch trinke ich nicht sehr oft, aber wenn, dann hole ich sie mir frisch vom Bauernhof. Gewürze und Kräuter spielen für mich auch eine sehr wichtige Rolle beim Essen.

Zudem glaube ich, das sich jedes Lebewesen im Universum ernährt, indem es ein anderes Lebewesen verspeist, seinen es Mineralien, Pflanzen, Tiere, Menschen, oder andere Lebensformen. Es hilft mir ungemein Respektvoll, Dankbar und voller Liebe zu bleiben, wenn ich mir das bewusst mache.

So, jetzt bin ich sehr gespannt, ob ihr auch etwas zu diesem Thema zu erzählen habt?

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Intermezzo

Was der Bauer nicht kennt, dass frisst er nicht.

Würde der Städter kennen, was er frisst – er würde umgehend Bauer werden.

Oliver Hassencamp (1921-87), dt. Schriftsteller

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Sommer-Sonnenwende

Solstitium - heute morgen um 7:04 Uhr in Hersbruck

Solstitium – heute morgen um 7:04 Uhr in Hersbruck

Der Höchststand der Sonne ist erreicht. Alles blüht, fruchtet und grünt. Die Natur träumt der Erntezeit entgegen. Die Zeit der Sonnenwende gilt als magisch geladen, als Berührungspunkt mit den göttlichen Wesen. Für einen kurzen Moment ist alles in der Schwebe, nichts ist fixiert…

Räucherritual heute morgen im Garten (mit Forschter, Wasko und Zenker)

Räucherritual heute morgen im Garten (mit Forschter, Wasko und Zenker)

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Ein Gedicht:

Es fiel ein Blütenregen herab auf Wald und Feld,
ein Netz von Sonnenstrahlen umspinnt die grüne Welt;
das flammt und blüht und duftet und höhnt den Glockenschlag,
als ging er nie zu Ende, der süße, goldene Tag…

O Tag der Sonnenwende, vollblühende Rosenzeit,
du hast mir ins Herz geduftet berauschende Seligkeit!
Das pocht und glüht und zittert und bebt im Vollgenuß,
als ging er nie zu Ende, der süße, erste Kuß –

O Tag der Sonnenwende

[von Clara Müller-Jahnke]

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Autor: Zenker

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Am Bächlein

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Vor Franks Haus fließt ein kleines Bächlein, indem sich momentan ein paar junge Bachforellen ihr Zuhause gesucht haben.

DSCF5080Vorgestern kam Michael auf die grandiose Idee, die Fischlein zu besuchen und sie mit Brotkrumen zu füttern.
Obwohl ich nicht daran glaubte, dass sich die Fische von unserem alten Brot bestechen lassen, war ich doch neugierig und wollte dem Plan zumindest eine Chance geben.
Selbstverständlich haben sich die Forellen, sofort nachdem sie uns bemerkt haben, versteckt.
Wir setzten uns daraufhin ans Flussufer und übten uns in Stille.
So ergab es sich, dass wir mehr und mehr über das Wasser meditierten.

Als in uns selbst und um uns herum genug Ruhe eingekehrt war, trauten sich auch die kleinen Fische wieder aus ihren Verstecken und trieben vor uns, fast regungslos, im glitzernden Wasser.

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Bachforelle

„Zärtlich blickte er in das strömende Wasser, in das durchsichtige Grün, in die kristallenen Linien seiner geheimnisreichen Zeichnungen. Lichte Perlen sah er aus der Tiefe steigen, stille Luftblasen auf dem Spiegel schwimmen, Himmelsbläue darin abgebildet. Mit tausend Augen blickte der Fluss ihn an, mit grünen, mit weißen, mit kristallnen, mit himmelblauen. Wie liebte er dies Wasser, wie entzückte es ihm, wie war er ihm dankbar! Im Herzen hörte er die Stimme sprechen, die neu erwachte, und sie sagte ihm:
Liebe das Wasser! Bleibe bei ihm! Lerne von ihm! O ja, er wollte von ihm lernen, er wollte ihm zuhören. Wer dies Wasser und seine Geheimnisse verstünde, so schien ihm, der würde auch viel anderes verstehen, viele Geheimnisse, alle Geheimnisse.

Das Zuhören hat mich der Fluss gelehrt, von ihm wirst auch du es lernen. Er weiß alles, der Fluss, alles kann man von ihm lernen. Sieh, auch das hast du schon vom Wasser gelernt, dass es gut ist, nach unten zu streben, zu sinken, die Tiefe zu suchen.

DSCF5107Der Fluss ist überall zugleich. Am Ursprung und an der Mündung, am Wasserfall, an der Fähre, an der Stromschnelle, im Meer, Im Gebirge, überall, zugleich, und dass es für ihn nur Gegenwart gibt, nicht den Schatten Zukunft.
Und als ich es gelernt hatte, da sah ich mein Leben an, und es war auch ein Fluss, und es war der Knabe vom Manne und vom Greis nur durch Schatten getrennt, nicht durch Wirkliches. Nichts war, nichts wird sein; alles ist, alles hat Wesen und Gegenwart.

Nicht wahr, o Freund, der Fluss hat viele Stimmen, sehr viele Stimmen? Hat er nicht die Stimme eines König, und eines Kriegers, und eines Stieres, und eines Nachtvogels, und einer Gebärenden, und eines Seufzenden, und noch tausend andere Stimmen?
Und weißt du, welches Wort er spricht, wenn es dir gelingt, alle seine zehntausende Stimmen zugleich zu hören?“

Quelle: Siddhartha, H. Hesse
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Unsere erste Sonnenmeditation

Wenn die Sonne aufgeht, herrscht in der Natur eine andächtige Ruhe – alles wird für einige Minuten friedlich und still… Pflanzen und Tiere halten für einen Augenblick inne, um ihre Aufmerksamkeit der Sonne zu widmen, ihr Licht und ihre Wärme zu empfangen. Die Menschen sind die Einzigen, die diesem besoneren Moment kaum Beachtung schenken…

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…unsere erste gemeinsame Sonnenmeditation am Mittwoch, 06.03.2013, Steinbruch Großviehberg (mit Renato, Bernd, Michael & Frank).

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Autoren: Werwa und Öl

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