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Haidpark – Die erste Aussaat

Die Aussaat im Haid-Park hat begonnen. In den letzten fünf Tagen wurden 10 verschiedene Gemüse auf den Beeten ausgebracht. Es wurden in erster Linie die Beete der Schwachzehrer (Beete West, W1+W2) und die der Mittelzehrer (Beete Süd, S1-S3) bestellt.

Bis auf die Kartoffeln sind alle Samen von der Bingeheimer Saatgut AG, die ausschließlich samenfeste, nachbaufähige Sorten (d.h. keine ‚verzüchteten‘ Einmal-Hybrid-Sorten) aus biologischer und biologisch-dynamischer Vermehrung erzeugt.

Am Montag (22.04.2013) wurden gesät:

  • Spinat ‚Butterflay‘  (Mittelzehrer) –  ca. 250 Samen, Beet S2, 1m² 
  • Petersilie ‚Mooskrause‘  (Schwachzehrer) – ca. 300 Samen, Beet W1, 2m²
  • Schal-Erbse ‚Kleine Rheinländerin‘  (Schwachzehrer) – ca. 160 Erbsen, Beet W1/2, 4m²
  • Dicke Bohne ‚Frühe Weißkeimige‘  (Schwachzehrer)  – ca. 40 Bohnen, Beet W1/2, 2m²
Spinat 'Butterflay'

Spinat ‚Butterflay‘

Petersilie 'Mooskrause'

Petersilie ‚Mooskrause‘

Erbse 'Kleine Rheinländerin'

Erbse ‚Kleine Rheinländerin‘

Bohne 'Frühe Weiskeimige'

Bohne ‚Frühe Weiskeimige‘

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Am Mittwoch (24.04.2013) wurden gesät:

  • Radieschen ‚Sora‘  (Schwachzehrer) – ca. 30 Samen, Beet W2, 0,5 m²
  • Möhren ‚Rodelika‘ und ‚Nantaise2/Fynn‘  (Mittelzehrer) – ca. 200 Samen, Beet S3, 1,5 m²
  • Rettich ‚Ostergruß Rosa 2‘  (Mittelzehrer) – ca. 75 Samen, Beet S2, 2 m²

bzw. gesteckt:

  • Zwiebeln ‚Sturon‘  (Mittelzehrer) – 80 Stück, Beet S3, 1,5 m²
  • Kartoffeln ‚Linda‘, Desiree‘ und „Plärrer Spezial“  (Mittelzehrer) – 26 Stück, Beet S1, 4m²
Radieschen 'Sora'

Radieschen ‚Sora‘

Rettich 'Ostergruß'

Rettich ‚Ostergruß‘

Möhren 'Rodelika' und 'Fynn'

Möhren ‚Rodelika‘ und ‚Fynn‘

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Zwiebeln 'Sturon'

Zwiebeln ‚Sturon‘

Kartoffeln 'Linda', 'Desiree', 'Plärrer Spezial'

Kartoffeln ‚Linda‘, ‚Desiree‘, ‚Plärrer Spezial‘

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Am Freitag (26.04.2013) folgte im Bereich der Starkzehrer (Beete Ost, O1-O5) noch:

  • Porree (Lauch) ‚Haldor‘  (Starkzehrer) – 21 Samen, Beet O4, 1m²
Porree 'Haldor'

Porree ‚Haldor‘

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Nach etwa vier Arbeitsstunden waren rund 20 m² Boden bestellt.

Im Mai werden noch Salat und Rote Beete in der Sektion der Mittelzehrer ausgesät. Die nördlichen Beete (N1 und N2) sind für Blumen und Gründüngung reserviert.

Im eingezäunten Bereich der Starkzehrer sind noch sämtliche Kohlgewächse (im Moment in der Vorzucht-Phase) sowie Tomaten, Zucchini und Paprika zu pflanzen (Berichte folgen)…

Hier noch ein paar Bilder von den Arbeiten:

Werwa sät Erbsen aus

Werwa sät Erbsen aus

Beet der 'Schwachzehrer"

Beet der ‚Schwachzehrer“

Rattenkopf und Werwa beim Kartoffeln stecken

Rattenkopf und Werwa beim Kartoffeln stecken

Beet der 'Mittelzehrer'

Beet der ‚Mittelzehrer‘

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Autor: Öl

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Vorkultur und Pikieren

Die Vorkultur:

Jede Kulturpflanze hat eine optimale Keimtemperatur (Sommersorten rd. 15-25°C) und eine bestimmte Keimdauer (ca. 4-20 Tage). Die Kulturdauer (Aussaat bis Ernte) reicht von einigen Wochen (Asia-Salate, Radieschen) bis zu 2 Jahren (z.B. Grünspargel).

Je nach Kulturdauer und Temperaturansprüchen kann es sinnvoll sein, Gemüse im Haus oder Gewächshaus im Frühjahr vorzuziehen (= Vorkultur). Die Vorzucht ermöglicht einen Wachstumsvorsprung gegenüber direkt ins Freiland gesätem Gemüse (meist erst ab Mai möglich) und macht sie außerdem weniger anfällig für „Schädlinge“. Einige wärmeliebenden Kulturpflanzen (z.B. Aubergine, Paprika) gedeihen in unseren Breite sogar nur über die Jungpflanzenzucht – bei Aussaat direkt ins Freiland wäre die Kulturdauer so lange, dass die ersten Herbstfröste noch vor dem eigentlichen Erntezeitpunkt kämen.

Die Vorzucht von Gemüse beginnt mit der Aussaat in Töpfen oder Aussaatschalen. Als Standort eignet sich eine helle, warme Fensterbank, ein Gewächshaus oder ein Frühbeet, wo die jungen Triebe vor Wind und Wetter geschützt sind. Neben Licht und einer angemessenen Temperatur brauchen die Samen v.a. ausreichend Feuchtigkeit, jedoch keinen Dünger (Anzuchterde; keine Blumenerde!).

Das Pikieren:

Rund 2 bis 3 Wochen nach der Keimung sollten die jungen Pflänzchen vereinzelt werden, damit sie kräftige Wurzeln entwickeln und sich nicht weiter „Konkurrenz“ machen. Das Vereinzeln nennt man „Pikieren„. Die Pflänzchen sollten zu diesem Zeitpunkt einige cm hoch sein und ca. 2 Blattpaare aufweisen.

Jedes Pflänzchen wird in ein einzelnes Töpfchen umgesetzt. Hierfür eignen sich z.B. Holzfaser-Töpfchen, Quickpots oder gebrauchte Joghurt-Becher. Die kleinen Pflanzen sind sehr zart und man muss beim umpflanzen vorsichtig sein. Hilfreich ist ein sog. Pikierstab. Den gibt es im Handel, es tut aber auch ein dünner Ast o.ä.

So wird’s gemacht:

  • Zunächst die neuen Töpfchen mit Jungpflanzenerde füllen und ein ca. 1-3 cm tiefes Loch (je nach Wurzellänge) mit dem Pikierstab eindrücken
  • Pflänzchen vorsichtig mit Pikierstab einzeln oder büschelweise aus der Aussaatschale heben
  • um die Wurzelentwicklung anzuregen, wird empfohlen, die längeren Wurzeln mit dem Fingernagel um ca. 1/3 einzukürzen
  • Pflänzchen so einsetzen, dass die Wurzeln nach unten zeigen (nicht umbiegen!)
  • Pflanzen gut andrücken und gut gießen, 2-3 Tage schonend aufstellen (nicht in die pralle Sonne) und darauf achten, dass die Erde nicht austrocknet

Nach einigen Wochen sollten die Setzlinge groß genug sein, um ausgepflanzt zu werden…

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Autor: Öl

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