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Brotaufstrich mit Austernpilzen und gerösteten Sonnenblumenkernen

Nicht nur mit bissl frischem Schnittlauch auf’s Brot lecker – auch hervorragend in Saucen, Suppen und vielen weiteren erdenklichen Speisen schmeckt diese vegane Pilzpaste(te).

Zutaten:

wir brauchen in etwa 500-600g an möglichst frischen Austernpilzen,
ca. 50g geschälte Sonnenblumenkerne,
ungefähr 150ml Sonnenblumenöl,
zwei mittelgroße Zwiebeln,
2-3 TL Salz,
1 TL Pfeffer

Zubereitung:

DSCF2259Austernpilze idealerweise ungewaschen zerrupfen – dabei am äußeren Hutrand ansetzen, entlang der Lamellen gen Ansatz in Streifen vom Fruchtkörper abziehen und in kleinere Stücke schnibbeln. Die zwei bereits geschälten Zwiebeln werden ebenfalls in feine Stücke geschnitten.

Sonnenblumenöl in einer großen Pfanne oder Wok auf mittlerer Hitze etwas erhitzen und die Zwiebelwürfel darin anschwitzen. Austernpilze, Pfeffer und Salz werden hinzugefügt, gut in der Pfanne gemischt, angebraten und unter gelegentlichem Umrühren ca. 20min geköchelt bis reduziert. Die Dauer kann und soll selbstverständlich, je nach Gusto, variieren ;)

In der Zwischenzeit werden nebenbei Sonnenblumenkerne in einer kleinen Pfanne leicht angeröstet und beiseite gestellt. Ist die gewünschte Konsistenz bzw. Kochdauer erreicht, Pfanneninhalt mit Sonnenblumen vermengen und mit Stabmixer pürrieren – ggf. mit Öl etwas geschmeidiger machen.

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Abgefüllt wird der Brotaufstrich in abgekochte Gläser und kann mit einer Schicht Oil geschützt werden. Im Kühlschrank ist diese Leckerei, mehr als zwei Wochen haltbar

…und länger stehts eh nicht drin ;)

Sooo, wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen, Experimentieren und vorallem (Aus)Probieren!

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Austernpilzgulasch

Zutaten:

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  • ca. 600gr. Austernpilze
  • 8 Kartoffeln
  • 5 Spitzpaprika
  • 4 Knoblauchzehen
  • 4 Cocktailtomaten
  • 3 Zwiebeln
  • 3 Chilies
  • 1 Karotte
  • 1/2 Zucchini
  • Lauchzwiebeln
  • Tomatenmark, Rotwein(essig), Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Paprikapulver edelsüß, Paprikapulver rosenschaft, Kräuter

Vorbereitung:

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Kartoffeln, Zwiebeln, Karotte und Knoblauch schälen und zusammen mit den Chilies in Stücke schneiden. In eine Schüssel geben und beiseite stellen.

Die Paprikas entkernen.

(TIPP: aus den Samen lassen sich wieder neue Pflanzen ziehen!).

Paprikakerne

Paprikakerne

Als nächstes den Strunk der Tomaten entfernen und zusammen mit der Zucchini klein schneiden.
Austernpilze ggf. säubern und ebenfalls in grobe Stücke schneiden.

Zubereitung:

Zwiebeln, Knoblauch, Chilies und Kartoffeln scharf in Butterschmalz anbraten.
2 TL Paprikapulver edelsüß & 1TL Paprikapulver rosenscharf hinzugeben. Etwa eine Minute später Paprikastückchen, Tomaten und Zucchini beifügen.

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Nach etwa 5 Min. mit Gemüsebrühe, Rotwein bzw. Rotweinessig ablöschen.

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10Min. köcheln lassen, dann die Austernpilze hinzugeben. Mit Salz & Pfeffer abschmecken.

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Alles noch einmal für ungefähr eine halbe Stunde köcheln lassen, kurz vor dem Servieren mit Kräutern abrunden.

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Guten Appetit!

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Was bisher geschah – Rückblick: Pilzzucht

Die letzten zehn Jahre wohnte ich zwar mitten in einem Dschungel, nur bestand dieser aus Stein und Beton. Von Pilzen weit und breit keine Spur, höchstens der allseitsbekanne Schimmelpilz ließ sich ab und zu im Badezimmer blicken. Letzten Herbst war ich, nach jahrelanger Abstinenz, wieder ein paar mal im Wald Pilze sammeln.

IMG_2592Es war unglaublich, der Wald, die Natur, die Düfte, alles wie früher – ich fühlte mich sofort in meine Kindheit zurückversetzt, wie ich damals mit meinen Eltern und meinem Bruder fast wöchentlich im Wald Pilze sammeln war. Die Ausbeute konnte sich diesmal wirklich sehen lassen, der Waldboden ähnelte teilweise einem Pilzteppich. Den Großteil habe ich an Freunde und Bekannte verschenkt – Ja, sind alle noch am Leben ;)

Als wir anfingen uns über unser kleines Projekt gedanken zu machen, kam u.a. auch das Thema Pilzzucht auf den Tisch: „Pilzzucht, das wär doch was fürn Werwa!“ (Anm. D. Verf.: Werwa ist ein lange Zeit in vergessenheit geratener Spitzname von mir) – und so fing ich an ein wenig im Internet zu recherchieren.

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Vor ungefähr zwei Wochen ergab sich die Möglichkeit eine Pilzzucht auf einem Bauernhof besichtigen zu können. Der Besuch war wirklich interessant und aufschlussreich. Hallen gefüllt mit Regalen, vollgestopft mit Heuballen, diese wiederum behangen mit Pilztrauben unglaublichen Ausmaßes. Wöchentlich 300-400kg Ernte! „Okay“, dachte ich nur, „ich glaube, fange erstmal klein an.“ Doch der Anfang war bereits gemacht, vor der Abreise zum Hof bekam ich bereits ein kleines Startpaket, in Form einer Chido’s Mushrooms Box geschenkt (Danke Renato!). Nach der Rückkehr hatten wir auch noch einen „ausgedienten“ Heuballen im Kofferraum, nebst einem Sack Hersbrucker Gesteinsmehl aber das ist eine andere Geschichte ;)

Chido's Mushrooms

Chido’s Mushrooms:
Die ersten Austernseitlinge

Im heimischen Keller untergebracht, passierte erstmal garnichts – eine gute Protion Geduld ist bei der Pilzzucht mehr als angebracht. Aus dem Heuballen luchsten zwar noch ein paar Pilzköpfe durch die Folie, doch es dauerte ca. zehn Tage bis frisches Material zum Vorschein kam. Bei den Chido’s Mushrooms, welche auf Kaffeesatz wachsen, das gleiche Spiel, nach ca. 10 Tagen schießen die Austernseitlinge wie verrückt! Der Arbeitsaufwand ist in dem kleinen Maßstab eher gering, das Myzel sollte im Idealfall immer feucht bleiben – ich habe es täglich drei mal mit Wasser besprüht, das wars eigentlich.

So, das war nun der kleine Rückblick zum Thema Austernpilze, anbei noch ein paar Links für Interessierte:

Autor: Lichtfetzen

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