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Wie man ein Hügelbeet anlegt

Nach längeren Überlegungen haben wir uns nun dazu entschlossen in unserem Garten ein Hügelbeet anzulegen.
Zuerst wurde dazu die Grundfläche abgesteckt. Unser Beet wurde ungefähr 3,5 Meter lang, 1,8 Meter breit und etwa 80 cm hoch.
Nachdem die Ausmaße feststehen, wird die gesamte Fläche ungefähr 20 cm tief ausgehoben.

Aushub

Aushub

Nachdem das geschafft ist, wird damit angefangen das Hügelbeet aufzuschichten. Dabei geht man nach dem Prinzip von grob zu fein vor. Angefangen wird mit dickeren Ästen und Baumstämmen. Darüber kommen dann kleinere, dünnere Zweige.

Layer1

Die nächste Schicht besteht aus Blättern oder Heu. Wir hatten, zum Glück, genug ausrangierte Heuballen aus unsere Pilzzucht zur Verfügung.

Layer2 (2)

Layer2
Weiter geht es mit einer Schicht Grasschnitt.

Layer3

Als letztes kommt der Aushub und gegebenenfalls noch eine Schicht Mutterboden auf das Hügelbeet.

Layer4

Layer5

Bepflanzen – Fertig.

Fertig

Es empfiehlt sich, nach jeder Schicht ausgiebig zu Wässern und bevor man mit dem Anpflanzen beginnt, sollte man dem Hügelbeet noch ein paar Tage bis wenige Wochen Zeit geben um sich zu setzen.

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Frühlingsgefühle

Inzwischen ist es angenehm warm und auch die Sonne lässt sich mehr und mehr blicken.
So ergab sich gestern eine gute Gelegenheit um die ersten Direktaussaaten zu tätigen.
Es wurden dreierlei Sorten Karotten, Speisekohlrüben, Stielmus, Schwarzwurzel, Pastinaken und Rettich ausgesät.
Desweiteren fanden Zucchini, Einlegegurken, Indianerkurbis, Andenbeeren und Wassermelonen ihren Platz zur Vorzucht in einem Blumenkasten.

Heute pflanzte ich die ersten, vorgezogenen Kohlrabipflanzen, Borretsch, Dill, Salbei, Sauerampfer und Pimpinelle.

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Kohlrabi

Vor ein paar Tagen wurden schon Radieschen ausgesät, welche auch schon prächtig aufgegangen sind.

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Radieschen

Schlangengurken wurden auch bereits pikiert.

Schlangengurken

Schlangengurken

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Schnittlauch

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Thymian

Auch schon im Beet sind ein Thymianstrauch und Schnittlauch.

Schematisch ergibt sich im Beet bisher folgendes Bild.

Anbauplan

So langsam wird das Beet voll, deshalb bin ich am überlegen, ob ich nicht noch ein Hügelbeet anlegen sollte.
Dazu muss ich mich allerdings erst noch einmal mit Herrn Wasko zusammensetzen, da wir ja auch noch den Bau einer Geo-Kuppel geplant hatten. Jedenfalls brauche ich bald mehr Platz.

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Grundlegende Fragen zum Selbstanbau

Zum Selbstanbau gibt es einige grundlegende Fragen:

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  • Wo baue ich an?
  • Wie baue ich an?
  • Was baue ich an?

Beginnen wir bei der ersten Frage:

Wo baue ich an?

Ich habe jetzt schon ein paar Mal von meinen Mitmenschen gehört, dass sie auch gerne einmal ihr eigenes Gemüse anbauen würden, dass sie aber nicht wissen wie, und vor allem wo?  Am leichtesten tut man sich natürlich, wenn man einen eigenen Garten, oder einen Balkon hat, auf dem die Pflänzchen dann auch genug Licht abbekommen. Aber selbst wenn man kein Stück Land sein Eigen nennen kann, ist es realisierbar sich dem Selbstanbau zu widmen.

Wohnst du am Lande, dann sollten fruchtbare Böden nicht sehr schwer zu finden sein und selbst in Großstädten lassen sich zahlreiche Grünflächen finden, auf denen man sich austoben kann.  Seien es nur die eigenen Fensterbänke, auf denen man  seine Küchenkräuter gedeihen lässt.

Hat man dann einen Platz gefunden, drängt sich auch schon die nächste Frage auf:

In der Großstadt, ohne eigenen Garten, würde ich wohl mit der Methode des Guerilla Gardenings liebäugeln. Kräutertöpfchen in der Wohnung wären eine schöne Ergänzung dazu. Hat man das Glück sich Gartenbesitzer nennen zu dürfen, bieten sich einem noch zahlreiche weitere Möglichkeiten. Mein persönlicher Favorit sind wohl Hügelbeete, wie sie auch in der Permakultur Gebrauch finden.Wie baue ich an?

Nachdem die Entscheidung gefallen ist, wie man sein Beet anlegt, sollte man sich überlegen, nach welcher Anbaumethode man vorgehen möchte. Darüber hat Frank bereits kurz in einem anderen Artikel geschrieben. Zu finden unter dem Exkurs Gemüseanbau.

Zu der Frage wie man sein Gemüse anbauen möchte, lassen sich natürlich auch noch weitere Kriterien erörtern:

 

  •  Wie gehe ich mit dem Einsatz von Düngemitteln/Pestiziden um?
  • Versuche ich mein Beet exakt nach den Himmelsrichtungen anzulegen?
  • Richte ich mich bei den An- und Umplanzzeiten nur nach dem Wetter, oder ziehe ich dabei einen Mondkalender zu Rate?
  • Benutze ich Gartenwerkzeuge aus Kupfer, wie sie einst schon von Pionieren wie Viktor Schauberger empfohlen wurden?

Zuletzt steht noch die Entscheidung an, was man überhaupt alles anbauen möchte.

Was baue ich an?

Wie in so vielen Fragen des Lebens, liegt auch hier die Antwort in der Harmonie. In der Harmonie zwischen den vorgegebenen Bedingungen und den eigenen Vorlieben.

Eine der zentraleren Fragen ist dabei wohl auch die, nach der Wahl des Saatguts. Zum einen gibt es natürlich das gängige Hybridsaatgut. Wer jedoch daran interessiert ist, seine Pflanzen dauerhaft zu kultivieren, dem sei zu samenfesten Demeter–  bzw. Biosaatgut, wie das der Bingenheimer Saatgut AG, geraten.

Wie ihr seht, es gibt vieles zu beachten, wenn man sich in das Abenteuer Selbstanbau stürzen möchte, doch es ist die Mühe allemal wert.

Zum Schluss noch meine persönliche Erkenntnis des Tages: Heinrich ist der beste Bauer!

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Haid-Park – Urbarmachung Teil 2

Vorhandene Felder:

Bisher haben wir im Garten in der Haid die 10 bestehenden kleinen Felder mit insgesamt ca. 25 m² umgegraben. In diesen sollen im ersten Jahr die Leichtzehrer unter den Gemüsen (Bohnen, Erbsen, Radieschen usw.) sowie Spezialkulturen (Tomaten, Paprika oder Chilis unter einer Geokuppel und Zucchini) angebaut werden (siehe Teil 1 vom 29.03.2013).

Neue Felder:

Um mehr Anbaufläche zu bekommen, wollen Wasko und ich weitere Felder umstechen, welche dann auf die Mittelzehrer, Starkzehrer und Gründüngung aufgeteilt wird.

Nach etwa 2 Stunden ist das 1. neue Feld im Süden geschafft (4 m x 4 m = 16 m²). Auf diesem sollen im ersten Jahr die Mittelzehrer (z.B. Möhren, Kartoffeln, Fenchel) wachsen.

Spatenstich für das 1. neue Feld / 1. Feld ist geschafft

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Ein paar Tage darauf packen wir wieder die Spaten aus und stechen 4 weitere Felder um (4 Felder à 1,25 m x 5,6 m = 2 x 14 m²). In jeweils 2 Felder wollen wir Starkzehrer (2 südl./westl. Felder) bzw. Gründüngung (2 nördl. Felder) pflanzen.

4 weitere Felder sind abgesteckt / nach ca. 5 Stunden ist alles umgegraben

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Jetzt müssen wir noch ein paar Wochen warten, dann nochmal alles auflockern und dann kann’s endlich losgehen…

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Exkurs Gemüseanbau:

Der Gemüseanbau kann nach unterschiedlichen Methoden erfolgen.

  • Irgendwie ;-)
  • als Permakultur: Aufbau landwirtschaftlich produktiver Lebensräume die sich selbst erhalten; nach dem Vorbild eines natürlich wachsenden Ökosystems (Vielfalt statt Einheit).
  • nach dem Prinzip der Mischkultur: Anbau verschiedener Gemüse auf gleicher Fläche; beruhend auf günstigen Pflanzen-Nachbarschaften und unter Berücksichtigung unterschiedlicher Ansprüche und Reifezeiten
  • nach dem Prinzip des Fruchtwechsels: aufeinander abgestimmte, zyklisch Abfolge von Gemüsearten auf einer bestimmten Fläche; Rotation entweder auf Grundlage der Pflanzenfamilien (z.B. abwechselnd Kreuzblütler, Leguminosen, Doldengewächse usw.) oder auf Grundlage unterschiedlicher Nährstoffansprüche (abwechselnd Starkzehrer – Mittelzehrer – Leichtzehrer – Gründüngung)

Wir haben uns für den Haid-Park für das Prinzip des Fruchtwechsels mit 4-jähriger Fruchtfolge entschieden, d.h.:

  • auf das 1. Feld (vorhandene Beete, 15 m²) kommen Leichtzehrer (z.B. Erbsen/Bohnen) und Spezialkulturen (10 m²)
  • auf das 2. Feld (Süden, 16 m²) kommen Mittelzehrer (z.B. Möhren, Fenchel, Kartoffeln)
  • auf das 3. Feld (Westen; 14 m²) kommen Starkzehrer (z.B. Kohlgewächse)
  • auf das 4. Feld (Norden; 14 m²) kommt Gründüngung (Buchweizen, Klee, Bienenfreund), welche das Feld wieder mit neuen Nährstoffen versorgt.

Jedes Jahr rutschen die Kulturen ein Feld weiter, d.h. wo vorher die Starkzehrer standen, folgen im nächsten Jahr die Mittelzehrer usw.

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Steter Beobachter bei unseren Arbeiten war Toni, das kleine Rotkehlchen. Leibspeise: Regenwürmer und Larven.

Rotkehlchen Toni

Rotkehlchen Toni

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Autor: Öl

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Haid-Park – Urbarmachung Teil 1

Die Beete…

Der Winter ist hartnäckig, aber allzu lange kann es nicht mehr dauern bis der Frühling einzieht. Es ist an der Zeit, die Felder für den bevorstehenden Gemüseanbau vorzubereiten. Im 1. Teil der Urbarmachung wollen wir die etwas in die Jahre gekommenen Beete unseres Vorgängers ein wenig auf Vordermann bringen.

Haid-Park - Beete 16.03.2013

Haid-Park – Beete 16.03.13

Haid-Park - Beete 20.03.2013

Haid-Park – Beete 20.03.13

Nachdem der (vorerst) letzte Schnee geschmolzen ist, erfolgt der erste Spatenstich am 20.03.2013 (Werwa, der Öl und Foschder).

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Die Beetanlage umfasst 10 Beete (zwischen 1 m² und 3m² groß), davon 1 Mistbeet.

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Vogelmiere macht sich breit

Vogelmiere macht sich breit

Erdbeeren vom Vorjahr

Erdbeeren vom Vorjahr

Auf den Beeten wachsen wild Vogelmiere und Löwenzahn. Reste von Zwiebeln, Karotten und Erdbeeren finden wir auch.

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Zwiebeln vom Vorjahr

Zwiebeln  haben überwintert

Dicke Karottenwurzel

Dicke Karottenwurzel

 Die Erdbeeren und Zwiebeln gräbt Foschder aus und nimmt sie für seine Mutter mit. Die Karottenwurzel kommt auf dem Kompost.

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Unkräuter gibt es nicht…

Die vom Menschen als „Unkräuter“ bezeichneten Geschöpfe (z.B. Vogelmiere, Quecke, Löwenzahn, Giersch, Brennnessel, Moos) sind Pflanzen, die vom Menschen nicht gezielt angepflanzt werden und sozusagen „ungewollt“ wachsen, „stören“ oder „ohne Nutzen“ sind. In freier Natur kann es aber kein Unkraut geben, denn jedes Kraut hat seinen Sinn.

Die „Unkräuter“ ergeben oft ein erstklassiges Wildgemüse, welche die einheimischen Kulturpflanzen oft bei weitem an Mineral- und Vitamingehalt übertreffen oder es handelt sich um völlig unterschätzte Heilpflanzen (STORL/ Pflanzendevas).

Manche der Unkräuter gehören zu den Pionierpflanzen. Das sind Pflanzen, die dort Land erobern und befruchten, wo die Lebensbedingungen für zartere Naturen noch zu hart sind. Andere „Unkräuter“ sind Zeigerpflanzen, die auf bestimmte (ungünstige oder günstige) Bodenverhältnisse hinweisen. Sie haben regulierende Wirkung und heilen gestörte Bodenverhältnisse, indem sie z.B. Stickstoff sammeln oder den Boden durchwurzeln und so auflockern (KREUTER/ Der Biogarten).

Nennen wir sie also lieber Beikräuter oder Wildkräuter und lernen wir mit ihnen zu leben anstatt gegen sie zu kämpfen. Denn:

„Alte Märchenweisheit zeigt auf, was es mit den Unkräutern auf sich hat. Sie sind die wirklichen Gartenzwerge, die echten Heinzelmännchen. Wer zornig auf sie ist, wer ihnen mit Gift zu Leibe rückt, dem spielen sie einen Schabernack nach dem anderen. Wer mit ihnen im rechten Sinn umzugehen versteht, dem sind sie immer bereite, geduldige und treue Helfer und Heiler.“ (Alwin Seifert, Pionier des biologischen Gartenbaus)

Natürlich versucht im Gemüsegarten das ein oder andere Wildkraut den anzubauenden Kulturpflanzen den Platz streitig zu machen, aber man muss ja nicht gleich mit der Giftspritze kommen. Wir haben beschlossen, den Großteil der Beete zwar zu jäten, aber zumindest ein Beet für die Wildkräuter zu reservieren (unser sog. Experimentierfeld), wo sie sich nach Belieben austoben können. Wir hoffen, die „Wildkraut-Devas“ zeigen sich gnädig…

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Zupfen, Hacken und Hämmern

Innerhalb von einer Stunde ist das erste Beet geschafft, nach einigen Stunden sind auch die anderen Beete fertig. Beikräuter (Vogelmiere, Löwenzahn und andere noch unbekannte) wurden gejätet und einige davon in das Experimentierfeld umgesetzt. Die Einfassungen wurden mit Hammer und Stemmeisen begradigt, die Felder leicht gehackt und aufgelockert.

Das erste Beet ist gejätet

Das erste Beet ist gejätet

Weitere Beete sind gejätet

Weitere Beete sind gejätet

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Kleine Tierwelt…

Während der Arbeiten haben wir schon die ersten Erdbewohner angetroffen, darunter Käfer, Tausendfüßer und Würmer.

Käfer

Käfer

Schnurfüßer

Schnurfüßer

Regenwurm

Regenwurm

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Feierabend…

Der erste Teil ist geschafft. In den nächsten Wochen wollen wir zwei Rasenstücke urbar machen und in Beete verwandeln…

Auf bald. Prost!

Feierabend

Feierabend – Der Öl und Werwa

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