Schlagwort-Archive: Bienen

Bienenentwicklung und Honigernte

Die letzten Berichte über die Bienen liegen lange zurück (Juni) und es hat sich seither einiges getan.

Mittlerweile leben 3 Bienenvölker im Haid-Park, ein viertes Volk ist in die Freiheit geschwärmt, eine kleine Honig-Ernte gab es auch, und jetzt, da der Oktober eingekehrt ist, machen sich die Bienen langsam fertig für den Winter.

Die Bienen wohnen derzeit in 2 Zander-Beuten (konventionelle Haltung) und in 1 Bienenkiste (naturnahe Haltung). Das stärkste Volk hatte maximal 4 Zargen besetzt (rd. 40.000 Bienen!), die Bienenkiste mit einer noch jungen Königin ist etwa zur Hälfte gefüllt (ca. 20.000 Bienen) und wächst hoffentlich im nächsten Jahr noch weiter.

3 Bienenvölker im Haidpark

3 Bienenvölker im Haidpark (im Vordergrund Kräuterspirale)

Den Sommer über war für Imker Zenker nicht sonderlich viel zu tun. Die Bienen dagegen sammelten fleißig Pollen und Nektar und zeitweise tummelten sich schätzungsweise rd. 80.000-100.000 !! Bienen (Hochsaison Mitte Juli) in den und um die 3 Kisten.

Honigernte 1

Honigernte 1

Honigernte 2

Honigernte 2

Anfang August wurden unter Leitung des großen Imkermeisters Flühr ca. 15-20 kg leckerer Honig aus dem stärksten Volk geerntet. Die beiden schwächeren Jungvölker durften ihren Vorrat behalten.

Die Ernte erfolgte einmal (Anfang August ca. 10-12 kg) mit einer modernen Honigschleuder, beim zweiten Mal (Mitte August, ca. 5-7 kg) mit einer selbst gebastelten „Presse“ bestehend aus Stampfer, Eimern und Filtertüchern.

Honigschleudern und -filtern (modern)

Honigschleudern und -filtern (modern)

Honig pressen (Marke Eigenbau)

Honig pressen (Marke Eigenbau)

Aufgeschnittene Honigwabe

Aufgeschnittene Honigwabe

Honig abfüllen

Honig abfüllen

Honig in Gläsern (August)

Honig in Gläsern (August)

Honig im Glas (Oktober, kandiert, cremig gerührt)

Honig im Glas (Oktober, kandiert, cremig gerührt)

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Im August und September erfolgte die Einfütterung der Bienenvölker für den Winter (rund 15 Liter Zuckerwasser pro Volk) und die Behandlung gegen die Varroa-Milbe mit Ameisensäure.

So langsam kehrt Ruhe ein, da die Bienen unter 10 Grad nicht mehr fliegen. Im Dezember steht nochmals eine Milben-Behandlung mit Oxalsäure an, und dann bleibt zu hoffen, dass es die Bienchen durch den Winter schaffen.

Hier noch ein paar Bilder von der Bienenkiste…

Bienenkiste von innen (Anfang Juni)

Bienenkiste von innen (Anfang Juni)

Bienenkiste von innen (Ende Juni)

Bienenkiste von innen (Ende Juni)

Bienenkiste von innen (Mitte Juli)

Bienenkiste von innen (Mitte Juli)

Bienenkiste von unten geöffnet (Anfang Juli)

Bienenkiste von unten geöffnet (Anfang Juli)

An dieser Stelle möchte ich mich noch bei meinen Bienen für das tolle erste Jahr bedanken :-)

Und zu guter letzt geht der größte Dank an die Venus, denn von dort kommen die Bienen, wenn man den Legenden glauben schenken mag…

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Autor: Zenk

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Der 1. Bienenstich

Gestern um halb vier barfuß bei den Bienen gewesen… Der Schmerz war kurz und intensiv als ich auf die Biene trat (sorry).

Heute ist der Fuß ist etwas rot und geschwollen. Und jucken tut es auch. Aber sonst ist alles gut. Wie versprochen, hier ein Foto:

Bienenstich

Bienenstich

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Und hier noch ein Bild von den Bienchen beim Sonnenbaden :-)

In Reih und Glied...

In Reih und Glied…

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PS: Bienengift enthält viele Eiweiße und Enzyme, wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, fördernd für die körpereigene Cortisolbildung und positiv auf das Nervensystem (sofern man nicht allergisch reagiert!). Es wird medizinisch bei Rheuma und Arthritis sowie neuerdings als natürliche Alternative zu Botox eingesetzt ;-)

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Autor: Zenk

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Bienenkiste – Die ersten Bewohner

Meine Bienenkiste hat endlich ihre ersten Bewohner!

Bienen holen…

Am Dienstag fing ein Imkerkollege aus dem vorderen Haslach einen Bienenschwarm ein und rief mich kurz darauf an, um ihn mir als erstes Volk für meine Bienenkiste anzubieten. Die Freude war groß!

Am Mittwoch Abend fuhren Herr ‚Wakso‘ und ich los, um die Bienen von der Schwarmkiste (in der die Bienen gefangen wurden) in ihre neue Wohnung (meiner selbstgebauten Bienenkiste) umzulogieren. Die Prozedur dauerte ca. 45 Minuten:

  • Die mitgebrachte Bienenkiste aufstellen, Flugloch verschließen, Hinterseite öffnen
  • Schwarmkiste holen und kucken, wo der Schwarm hängt
  • Bienenschwarm mit einem kräftigen aus der Schwarmkiste in die Bienenkiste schütten
  • warten bis alle Bienen, die daneben gefallen sind, auch in die Kiste geflogen sind (vom Duft der Königin angelockt)
  • Kiste verschließen, ins Auto laden und ab die Post
Kucken, wo der Bienenschwarm hängt

Kucken, wo der Bienenschwarm hängt

Bienenschwarm einschütten

Bienenschwarm einschütten

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Der erste Blick…

Zurück im Haid-Park stellten wir die Kiste auf und öffneten das Flugloch. Am nächsten Morgen die erste Besichtigung: Die Bienen hängen in einer Traube im vorderen Eck der Kiste. Die ersten Bienen fliegen aus und erkunden die neue Gegend.

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Die Bienen…

Bei den Bienen handelt es sich um eine Mischung aus “Carnica” (Kärntner Biene, grau-braun gestreift) und „Buckfast“ (englische Zucht, gelb-braun gestreift). Bei dem Bienenschwarm handelt es sich um einen kleinen Naturschwarm (Nachschwarm) mit einer ganz jungen Königin, geschätztes Gewicht ca. 1,5 kg, d.h. ca. 15.000 Bienen!

Die ersten Flugbienen

Die ersten Flugbienen

"Sterzeln"

„Sterzeln“

Flugbetrieb

Flugbetrieb

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Im Gegensatz zum konventionellen Imkern, beruht die Bienenkiste auf Naturwabenbau, das heißt es gibt keine vorgefertigten Rahmen, Waben, Mittelwände etc., sondern die Bienen dürfen nach Lust und Liebe die Waben selbst bauen. Auch die Betreuung (Durchsicht, Pflege, Ernte) der Bienen ist mit wenigen Arbeitsstunden im Jahr wesentlich einfacher als beim „normalen Imkern“…

Nun gilt es zu hoffen, dass die junge Königin begattet ist/wird, dass sich die Bienen in der Bienenkiste wohlfühlen und sie sich fleißig vermehren.

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PS:  Wer die Bienen mal anschauen will, oder sich vielleicht selber eine Bienenkiste in den Garten stellen will, kann sich hier melden :-) Wir helfen gerne beim Bau einer Bienenkiste und ggf. bei der Betreuung!!!   (Bau siehe Artikel vom 18.04.2013)

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Autor: Öl aka Zenker

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Die Imkerei beginnt…

Seit heute bin ich offiziell Imker :-)

Das erste Bienenvolk hat sich im Garten eingefunden. Gestern Abend fuhr ich mit Imkerlegende und Bienenpate Heinz F. nach P. um ein kleines, junges  Bienenvolk abzuholen. Kurz nach Sonnenuntergang wurde der Kasten aus dem Kofferraum geholt, im Garten aufgestellt und das Flugloch geöffnet – alles war friedlich.

Heute morgen um 8 Uhr kamen die ersten Bien-innen aus der Bienenwohnung, um sich zunächst einmal in der neuen Umgebung einzufliegen. Ein paar Stunden waren bereits 1000de Bienchen übelst auf Pollensuche im Rapsfeld um die Ecke!

Da ich bisher noch keinen Naturschwarm für meine selbstgebaute Bienenkiste bekommen konnte, habe ich beschlossen, die ersten Völker in konventionellen Beuten (Zander) zu halten, da diese leichter zu bekommen sind. Bei den Bienen handelt es sich um die sanftmütige Rasse „Carnica“. Die junge Königin ist vom Vorjahr (gelbe „Zeichnung“).

Das erste Volk

Die ersten Flugversuche

Ein großer Dank geht an Heinz, der für die Connections sorgte und an Marco K., der mir eines seiner Völker anvertraut hat.

Ich hoffe, die Bienen fühlen sich wohl in ihrer neuen Umgebung und bestäuben fleißig Blumen und Bäume, auf dass es ein buntes und fruchtbares Jahr wird…

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Autor:  Öl  a.k.a.  Zenker

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Idee Bienenkiste

Über die Bienen:

Die Idee Bienen zu halten schwirrt schon länger in meinem Kopf herum. Bienen sind faszinierende Lebewesen, die für die Bestäubung von etwa 1/3 unserer heimischen Pflanzen verantwortlich sind.

Sollte es keine Bienen mehr geben, wäre dies mit großen Veränderungen für Mensch und Pflanzen verbunden. Viele unserer heimischen Pflanzen würden verschwinden, weil die Bestäubung ausbleibt. Die Ernten gingen zurück, die Artenvielfalt würde verschwinden, die Pflanzenwelt würde eintönig grün und duftarm werden und der Mensch müsste in Zukunft z.B. auf Äpfel, Birnen, Kirschen oder Pflaumen verzichten, die ausschließlich von der Bestäubung durch Bienen abhängig sind…

Daneben bringen Bienen uns eines der süßesten, leckersten und wertvollsten Lebensmittel: Honig – das flüssige Gold.

Honigwaben

Honigwaben

Die Landwirtschaft der letzten Jahrzehnte (Monokulturen, Pestizide etc.) stellt eine große Bedrohung für die Bienen und andere Bestäuber dar. Ihr natürlicher Lebensraum verschwindet auf Kosten von ertragreichen Maisfeldern, Getreideplantagen und riesiger Ackerflächen. Die Urbanisierung trägt ihren Teil dazu bei. Die Bienen sind vom Aussterben bedroht, rund 50% der ca. 550 Bienenarten in Deutschland stehen auf der roten Liste.

Großflächige Heiden und Blühstreifen zwischen Äckern oder entlang von Bächen und Flüssen verschwinden zusehends. Die Nahrungsquelle der Bienen beschränkt sich mittlerweile überwiegend auf Stadtgärten und Blumenkästen. Deshalb können Bienen mittlerweile in Städten leichter Überleben als auf dem Land :-(

Die Zukunft der Bienen liegt in der Verbesserung der Nahrungsgrundlage (Renaturierung), einem bienenschonenden Umgang mit Pflanzenschutzmitteln sowie die gezielte Förderung der Imkerei und somit in einer Bewahrung der Biodiversität.

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Die Bienenkiste:

Imkern ist kein billiges Hobby, das man einfach mal so nebenher erlernen und laufen lassen kann. Man braucht Magazine, Ausrüstung, Zeit und vor allem auch die richtige Motivation, sich mit dem Bienenwesen zu beschäftigen. Das birgt die Gefahr, dass man dazu neigt, Bienen intensiv zu halten, basierend auf einem lukrativen Nebenerwerbsgedanken und nicht den Bienen zuliebe.

Letzteres war für mich ein entscheidender Faktor, warum ich mich bei meinen Recherchen nach alternativen Haltungsmethoden umschaute. So stieß ich schließlich auf die Bienenkiste.

Es handelt sich hierbei nicht um konventionelle Magazinbeuten, sondern um eine flache, längliche Holzkiste, in welche Bienen Naturwaben bauen können (also nicht in vorgefertigte Rahmen/Zargen) und in der sie sich somit weitgehend natürlich und in Ruhe entfalten können.

Die Kiste kann man sich mit etwas Holz, Schrauben und Nägeln selber bauen. Zur Honigernte bedarf es keiner aufwendigen Einrichtungen (z.B. Eimer statt Honigschleuder).

In meinem Freundeskreis gibt es einen Imker, der aber selbst nur intensive Erfahrungen mit konventioneller Bienenzucht, nicht aber mit der Bienenkiste hat. Bei einer Bekannten durfte ich mir kürzlich ein Bild von der Bienenkiste machen. Das Konzept erschien simpel aber durchdacht und bienenfreundlich, der Honig schmeckte hervorragend. Der Beschluss, mir selbst eine Bienenkiste zu bauen, war gefasst.

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Die nächsten Schritte:

Jetzt gilt es, das Material für den Bau der 1. Kiste (Holz, Schrauben etc.), sowie das Minimum an notwendiger Ausrüstung (Smoker, Stockmeisel und Imkerhut etc. :-)) zu beschaffen.

Dann fehlen nur noch die lieben Bienen…

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Autor: Der Öl

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