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Was bisher geschah – Rückblick: Pilzzucht

Die letzten zehn Jahre wohnte ich zwar mitten in einem Dschungel, nur bestand dieser aus Stein und Beton. Von Pilzen weit und breit keine Spur, höchstens der allseitsbekanne Schimmelpilz ließ sich ab und zu im Badezimmer blicken. Letzten Herbst war ich, nach jahrelanger Abstinenz, wieder ein paar mal im Wald Pilze sammeln.

IMG_2592Es war unglaublich, der Wald, die Natur, die Düfte, alles wie früher – ich fühlte mich sofort in meine Kindheit zurückversetzt, wie ich damals mit meinen Eltern und meinem Bruder fast wöchentlich im Wald Pilze sammeln war. Die Ausbeute konnte sich diesmal wirklich sehen lassen, der Waldboden ähnelte teilweise einem Pilzteppich. Den Großteil habe ich an Freunde und Bekannte verschenkt – Ja, sind alle noch am Leben ;)

Als wir anfingen uns über unser kleines Projekt gedanken zu machen, kam u.a. auch das Thema Pilzzucht auf den Tisch: „Pilzzucht, das wär doch was fürn Werwa!“ (Anm. D. Verf.: Werwa ist ein lange Zeit in vergessenheit geratener Spitzname von mir) – und so fing ich an ein wenig im Internet zu recherchieren.

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Vor ungefähr zwei Wochen ergab sich die Möglichkeit eine Pilzzucht auf einem Bauernhof besichtigen zu können. Der Besuch war wirklich interessant und aufschlussreich. Hallen gefüllt mit Regalen, vollgestopft mit Heuballen, diese wiederum behangen mit Pilztrauben unglaublichen Ausmaßes. Wöchentlich 300-400kg Ernte! „Okay“, dachte ich nur, „ich glaube, fange erstmal klein an.“ Doch der Anfang war bereits gemacht, vor der Abreise zum Hof bekam ich bereits ein kleines Startpaket, in Form einer Chido’s Mushrooms Box geschenkt (Danke Renato!). Nach der Rückkehr hatten wir auch noch einen „ausgedienten“ Heuballen im Kofferraum, nebst einem Sack Hersbrucker Gesteinsmehl aber das ist eine andere Geschichte ;)

Chido's Mushrooms

Chido’s Mushrooms:
Die ersten Austernseitlinge

Im heimischen Keller untergebracht, passierte erstmal garnichts – eine gute Protion Geduld ist bei der Pilzzucht mehr als angebracht. Aus dem Heuballen luchsten zwar noch ein paar Pilzköpfe durch die Folie, doch es dauerte ca. zehn Tage bis frisches Material zum Vorschein kam. Bei den Chido’s Mushrooms, welche auf Kaffeesatz wachsen, das gleiche Spiel, nach ca. 10 Tagen schießen die Austernseitlinge wie verrückt! Der Arbeitsaufwand ist in dem kleinen Maßstab eher gering, das Myzel sollte im Idealfall immer feucht bleiben – ich habe es täglich drei mal mit Wasser besprüht, das wars eigentlich.

So, das war nun der kleine Rückblick zum Thema Austernpilze, anbei noch ein paar Links für Interessierte:

Autor: Lichtfetzen

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