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Eingelegte Gurken

Gewürzgurken Süß-Sauer

imageGestern haben wir die erste Rote Beete aus eigenem Anbau eingelegt und heute sind unsere ersten Gurken dran. Eigentlich mag ich persönlich diese Essiggurken ja mal garnicht so wirklich und würde gern mit der klassischen Milchsäuregärung im Gärtopf experimentieren, doch dafür ist erstens die Menge der ersten Gurken viel zu gering und zweitens haben wir die ersten doch ein wenig zu spät geerntet – für meinen Geschmack waren die Gurken bereits zu groß. Nunja, müssen sich die Gärtöpfe und mein Gaumen noch ein wenig gedulden und ich experimentiere doch mal mit einem Essigsud. Mal gucken was daraus wird, ich bin leicht skeptisch.

Die Rezeptur

Es gibt in Kochbüchern oder im Internet ja etliche Rezepte für Gewürzgurken, doch das Prinzip ist in etwa immer gleich: Essig, Wasser und, je nach Geschmack, unterschiedliche  Gewürze und Kräuter werden kurz zu einem Sud aufgekocht, dem eigentlichen Geschmacksgeber und Konservierungsstoff.

Auf ca. 2,5kg Gurken (aufgrund der Größe in halbe Scheiben geschnitten und nicht entkernt – ich weiß, meistens werden die großen Gurken entkernt, mich stören die Kerne aber nicht)

brauchen wir für den Essigsud fünf Tassen Wasser,

drei Tassen Essig,

eine halbe Tasse Salz,

eine halbe Tasse Zucker,

und je nach Gusto Zwiebeln, Knoblauch, Senfkörner, Dill, Lorbeerblatt, Piment u.ä. – ich hab z.b. noch paar frische Borretschblätter aus dem Garten verwendet.

Zur Zubereitung die Gurkenscheiben mit den Gewürzen in abgekochte Gläser einschichten, den Essigsud mit Salz und Zucker aufkochen und über die Gurken giessen. Deckel drauf und das wars auch schon, mehr ist das nicht.

Fazit

image(4)Also im Groben klingt die ganze Geschichte an sich ja relativ einfach. Entscheidend für den Geschmack ist das Verhältniss von Essig, Wasser, Salz, Zucker und die Art der beigefügten Kräuter und Gewürze. Man kann so ziemlich alles reinschmeissen, nur ob es dann schmeckt ist eine ganz andere Geschichte :) Ich bin auf jeden Fall schon mal auf das Ergebniss meines Gewürzgurkenexperiments gespannt.

Wünsche euch weiterhin eine schöne Zeit hier auf unserem Blog und viel Spaß beim Experimentieren. Falls ihr Anregungen, Rezepte, Verbesserungsvorschläge habt, nutzt doch einfach die Kommentarfunktion hier im Blog.

Euer Wasi

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Vorratshaltung

Die Erntezeit rückt näher und somit auch für uns die Frage, was wir mit dem vielen Gemüse machen werden. Neben dem Gemüse das erntefrisch für den direkten Verzehr unter unseren Verwandten, Freunden und Bekannten verteilt wird, soll ein guter Teil unsere Vorratskammern füllen, sodass auch im Herbst und Winter noch etwas von dem leckeren Zeug vorhanden ist.

Vorrat halten

Die Vorratshaltung teilt sich im Prinzip im 2 Bereiche: Lagerung und Konservierung.

Das richtige Einlagern von Obst und Gemüse ist relativ simpel. Hier kommt es im Wesentlichen auf die für das jeweilige Produkt angemessene Temperatur und Feuchtigkeit an. Zur Lagerung eignen sich u.a. Erdmieten, kühle Keller oder trockene Dachböden, je nach Art und vorgesehener Verwendung des jeweiligen Gemüses und Obstes.

Die Konservierung, das Haltbarmachen von Obst und Gemüse dagegen ist eine kleine Kunst und gerät in unserer ach so „modernen“ Welt, in der die Supermärkte rund ums Jahr „frisches“ Gemüse anbieten, mehr und mehr in Vergessenheit. Was Oma und Opa noch wussten, ist für viele Leute – insbesondere für die jüngere Generation – nur noch verblassende Geschichte. Dabei kann man die leckersten Kompotte, Säfte, Aufstriche, Obst- oder Gemüsekonserven kreieren, von denen man den ganzen Herbst und Winter bis zur neuen Saison naschen kann :-)

Für die Konservierung von Obst und Gemüse gibt es einige bewährte Methoden. U.a. kann die Haltbarmachung erfolgen durch:

  • Kühlen und Gefrieren
  • Sterilisieren/Pasteurisieren (z.B. Einkochen, Erhitzen, Garen)
  • Trocknen/Dörren
  • Einsäuern (Gären: Milchsäure-, Alkohol-, oder Essiggärung)
  • Einlegen (in Alkohol, Zucker, Essig, Salz, Öl)
  • Räuchern

Ausblick

Auch für uns ist das Thema noch Neuland, aber in den kommenden Wochen und Monaten werden wir uns im Zuge der Ernte verstärkt mit der fachgerechten Lagerung und Konservierung unserer Lebensmittel auseinandersetzen. Denn was nützt einem das viele frische Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten, wenn man es nach erfolgter Ernte nicht versteht, die Gaben der Natur richtig und nachhaltig aufzubewahren…

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Autor: Zenk

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