Schlagwort-Archive: Pilze

In die Pilze…

Pilze sammeln ist einfach, denn entgegen der landläufigen Meinung kann man jeden Pilz essen  –  das dumme ist nur, dass manche unbekömmlich, andere halluzinogen und wieder andere tödlich giftig sind. Also liebe Kinder & Erwachsenen, immer nur die „Guten“ sammeln ;-)

.

Vor einigen Wochen gingen Renato, AS und ich in den Wald, um den Riesenbovist, den vielleicht fruchtbarsten aller heimischen Pilze, zu suchen. Den fanden wir leider nicht, dafür einige andere köstliche Fruchtkörper. Hier eine kleine Auswahl:

Riesenschirmpilz (Parasol)

Riesenschirmpilz (Parasol)

Schopf-Tintling (nur jung genießbar)

Schopf-Tintling (nur jung genießbar)

Schafeuterporling (gut aber schonenswert)

Schafeuterporling (gut aber schonenswert)

.

.

.

.

.

.

.

Steinpilz (ausgezeichneter Speisepilz)

Steinpilz (ausgezeichneter Speisepilz)

Krause Glucke

Krause Glucke

Pilzkorb

Pilzkorb

.

.

.

.

.

.

Ein paar merkwürdige Gestalten wurden im Wald auch gesichtet:

Rünü

Rünü

Frünk

Frünk

Da Salamanda

Da Salamanda

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

So, und die nächsten Pilze besser nicht essen, wobei es bei Weitem noch „giftigere“ gibt:

Gelber Knollenblätterpilz

Gelber Knollenblätterpilz

Fliegenpilz

Fliegenpilz

.

.

.

.

.

.

So das war’s schon wieder. Klingt komisch –  is aber so!

.

Einen symbiotischen Abend wünscht euch,

der Zenker alias Öl

.

Getaggt mit

Brotaufstrich mit Austernpilzen und gerösteten Sonnenblumenkernen

Nicht nur mit bissl frischem Schnittlauch auf’s Brot lecker – auch hervorragend in Saucen, Suppen und vielen weiteren erdenklichen Speisen schmeckt diese vegane Pilzpaste(te).

Zutaten:

wir brauchen in etwa 500-600g an möglichst frischen Austernpilzen,
ca. 50g geschälte Sonnenblumenkerne,
ungefähr 150ml Sonnenblumenöl,
zwei mittelgroße Zwiebeln,
2-3 TL Salz,
1 TL Pfeffer

Zubereitung:

DSCF2259Austernpilze idealerweise ungewaschen zerrupfen – dabei am äußeren Hutrand ansetzen, entlang der Lamellen gen Ansatz in Streifen vom Fruchtkörper abziehen und in kleinere Stücke schnibbeln. Die zwei bereits geschälten Zwiebeln werden ebenfalls in feine Stücke geschnitten.

Sonnenblumenöl in einer großen Pfanne oder Wok auf mittlerer Hitze etwas erhitzen und die Zwiebelwürfel darin anschwitzen. Austernpilze, Pfeffer und Salz werden hinzugefügt, gut in der Pfanne gemischt, angebraten und unter gelegentlichem Umrühren ca. 20min geköchelt bis reduziert. Die Dauer kann und soll selbstverständlich, je nach Gusto, variieren ;)

In der Zwischenzeit werden nebenbei Sonnenblumenkerne in einer kleinen Pfanne leicht angeröstet und beiseite gestellt. Ist die gewünschte Konsistenz bzw. Kochdauer erreicht, Pfanneninhalt mit Sonnenblumen vermengen und mit Stabmixer pürrieren – ggf. mit Öl etwas geschmeidiger machen.

DSCF2261 DSCF2263

Abgefüllt wird der Brotaufstrich in abgekochte Gläser und kann mit einer Schicht Oil geschützt werden. Im Kühlschrank ist diese Leckerei, mehr als zwei Wochen haltbar

…und länger stehts eh nicht drin ;)

Sooo, wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen, Experimentieren und vorallem (Aus)Probieren!

Getaggt mit , , , , ,

Pilz-Gänseblümchen-Salat

Wie manche von euch vielleicht wissen, ernähren sich die Herbulaner (weitgehend?) fleischlos.

Heute Abend gab es im Hause Öl ein Gericht aus der Kreativabteilung:

  • Gebratene Pilze mit in Sojasoße gelöschten Tofuschnetzeln auf Feldsalat mit Gänseblümchengarnierung

Das Gericht ist in 5-7 Minuten zubereitet, ist bekömmlich, bunt und gesund. Bei den Pilzen handelte es sich um von Herrn Wasko selbst gezogene Austernpilze. Die Gänseblümchen waren aus dem Garten meiner Eltern.

IMG_5266 (800x600)Warum Gänseblümchen?

Gänseblümchen (bellis perennis L.) sind unterschätze Wildpflanzen. Die Blüten und Knospen – wenn jung – sind eine herrliche Salatzutat und auch zu Tee lassen sich die Blümchen verarbeiten. Gänseblümchen haben einen hohen Gehalt an Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen sowie Vitamin A und C. Außerdem enthalten sie Gerbstoffe, ätherische Öle, Saponine, Bitterstoffe, Schleimstoffe und Inulin. Früher wurden Gänseblümchen  volksmedizinisch bei Katarrh, Hauterkrankungen, Leberleiden, Akne oder zur Blutbildung oder Wundbehandlung eingesetzt (aus „Essbare Wildpflanzen“, AT Verlag).

Zutaten:

  • eine handvoll Feldsalat (Rapunzel)
  • 50 g Austernpilze (Wasko’s Spezial-Strohballen-Kellerzucht)
  • 25 g Sojaschnetzel
  • 1/4 rote Zwiebel
  • etwas Karotte und Salatgurke, gehobelt
  • Gänseblümchen (jung) aus dem Garten
  • etwas Sojasoße, hell
  • etwas natives Ölivenöl, Kürbiskernöl sowie Agavendicksaft zum Süßen
  • Sesamsamen
  • Kokosraspeln
  • Salz und Pfeffer

Rezept:

  • Feldsalat mit Ölen, Agavendicksaft, Gurken- und Karottenscheiben sowie (angerösteten) Sesamsamen und Kokosraspeln vermischen, ggf. mit Salz und Pfeffer abschmecken
  • Sojaschnetzel kurz einweichen, dann anbraten bis sie braun sind, mit Sojasoße ablöschen und über Salat geben
  • Pilze und gehackte Zwiebel kurz anbraten, ebenfalls über Salat geben
  • Gänseblümchen darüber streuen – fertig

Leider hat es nur für eine Portion gereicht, das nächste Mal hoffe ich, dass die anderen Herbulaner auch kosten dürfen :-)

Bon Appetit!

.

Autor: Öl

.

Getaggt mit , , ,

Was bisher geschah – Rückblick: Pilzzucht

Die letzten zehn Jahre wohnte ich zwar mitten in einem Dschungel, nur bestand dieser aus Stein und Beton. Von Pilzen weit und breit keine Spur, höchstens der allseitsbekanne Schimmelpilz ließ sich ab und zu im Badezimmer blicken. Letzten Herbst war ich, nach jahrelanger Abstinenz, wieder ein paar mal im Wald Pilze sammeln.

IMG_2592Es war unglaublich, der Wald, die Natur, die Düfte, alles wie früher – ich fühlte mich sofort in meine Kindheit zurückversetzt, wie ich damals mit meinen Eltern und meinem Bruder fast wöchentlich im Wald Pilze sammeln war. Die Ausbeute konnte sich diesmal wirklich sehen lassen, der Waldboden ähnelte teilweise einem Pilzteppich. Den Großteil habe ich an Freunde und Bekannte verschenkt – Ja, sind alle noch am Leben ;)

Als wir anfingen uns über unser kleines Projekt gedanken zu machen, kam u.a. auch das Thema Pilzzucht auf den Tisch: „Pilzzucht, das wär doch was fürn Werwa!“ (Anm. D. Verf.: Werwa ist ein lange Zeit in vergessenheit geratener Spitzname von mir) – und so fing ich an ein wenig im Internet zu recherchieren.

IMG_2605

Vor ungefähr zwei Wochen ergab sich die Möglichkeit eine Pilzzucht auf einem Bauernhof besichtigen zu können. Der Besuch war wirklich interessant und aufschlussreich. Hallen gefüllt mit Regalen, vollgestopft mit Heuballen, diese wiederum behangen mit Pilztrauben unglaublichen Ausmaßes. Wöchentlich 300-400kg Ernte! „Okay“, dachte ich nur, „ich glaube, fange erstmal klein an.“ Doch der Anfang war bereits gemacht, vor der Abreise zum Hof bekam ich bereits ein kleines Startpaket, in Form einer Chido’s Mushrooms Box geschenkt (Danke Renato!). Nach der Rückkehr hatten wir auch noch einen „ausgedienten“ Heuballen im Kofferraum, nebst einem Sack Hersbrucker Gesteinsmehl aber das ist eine andere Geschichte ;)

Chido's Mushrooms

Chido’s Mushrooms:
Die ersten Austernseitlinge

Im heimischen Keller untergebracht, passierte erstmal garnichts – eine gute Protion Geduld ist bei der Pilzzucht mehr als angebracht. Aus dem Heuballen luchsten zwar noch ein paar Pilzköpfe durch die Folie, doch es dauerte ca. zehn Tage bis frisches Material zum Vorschein kam. Bei den Chido’s Mushrooms, welche auf Kaffeesatz wachsen, das gleiche Spiel, nach ca. 10 Tagen schießen die Austernseitlinge wie verrückt! Der Arbeitsaufwand ist in dem kleinen Maßstab eher gering, das Myzel sollte im Idealfall immer feucht bleiben – ich habe es täglich drei mal mit Wasser besprüht, das wars eigentlich.

So, das war nun der kleine Rückblick zum Thema Austernpilze, anbei noch ein paar Links für Interessierte:

Autor: Lichtfetzen

Getaggt mit , , , ,