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Prasadam

Nur Bild.  Rezept und genauere Beschreibung auf Anfrage. :)
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Vedische Kochkunst

 

Vor gut einem Jahr sah ich einen jungen Mönch, als ich gerade in der Fußgängerzone Nürnbergs unterwegs war. Da mich Gottgeweihte Seelen sehr anziehen, begann ich sofort ein Gespräch mit ihm.

Nachdem wir unsere spannende Unterhaltung beendet hatten, schenkte er mir freundlicherweise noch drei Bücher. Darunter ein Kochbuch namens „Vedische Kochkunst“ von Adiraja Dasa.

Zunächst widmete ich diesem fantastischen Buch kaum Beachtung, doch als ich schließlich einen tieferen Blick in sein Inneres warf, stellt ich sofort fest, dass es sich um viel mehr als ein gewöhnliches Kochbuch handelte.

Wie der Name schon sagt, geht es dabei um eine wahre Kunst. Die Kunst, geistig und körperlich gesund zu leben, eine ganze Philosophie. Diese lehrt nicht nur die Techniken der vedischen (von veda = absolutes Wissen) Kochkunst, sondern auch die vedische Art zu essen, die sowohl Körper und Geist als auch die Seele ernährt. Einer der Grundpfeiler dieser Ernährungsweise ist eine vegetarische Lebensweise.  Die zeitlose vedische Kultur lehrt, dass alles Leben heilig ist!

Was das vedische Kochen von anderen Arten des Kochens unterscheidet, ist das spirituelle Bewusstsein des Kochs, das darauf gerichtet ist, eine Opferung für Gott, für Krishna, zuzubereiten. In den meisten Religion bitten die Menschen Gott um ihr täglich Brot; ein geweihter Krishnas dagegen bringt sein tägliches Brot Gott dar, um Ihm seine Liebe zu zeigen.
Krishna ist nicht an unserem Reis und Gemüse interessiert, sondern an unserer Liebe und Hingabe.
Was gewöhnliche Nahrung war, wird damit zu Krishna-prasadam. Sri Krishnas Barmherzigkeit. Und was sonst gewöhnliches Speisen gewesen wäre, wird zur Verehrung, zum liebevollen Austausch mit dem Herrn.

Nachdem ich mich eine Zeit lang mit dieser Thematik beschäftigt hatte, wurde mir erst richtig klar, wie unnötig und grausam es ist, dass Tiere gemästet und kaltblütig geschlachtet werden, nur damit wir ein Schnitzel oder Steak auf dem Teller haben.
Die Gerichte, die in dem bereits genannten Buch beschrieben und gezeigt wurden, sahen zudem über alle Maße schmackhaft und vorzüglich aus.
Da ich bereits 2005, während eines Aufenthalts in einem Krishna Tempel in Zürich, von Krishnas Barmherzigkeit kosten durfte, wusste ich schon, wie außergewöhnlich lecker und spiritualisierend diese Speisen doch sind.

Mein hoch geschätzter Kollege, Herr Zenkeöl, kam bei seiner Reise durch die Welt, auch schon mit der vegetarischen Küche Indiens in Berührung und so beschlossen wir, uns selbst einmal in der vedischen Kochkunst zu üben. Selbstverständlich wurde Mr. Wasko einfach kurzerhand in unser Vorhaben mit einbezogen.

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Werwa fritiert Koftas „Royal“.

Der nächste Schritt war denkbar einfach. Ab in den Markt für indische Lebensmittel und die nötigen Gewürze und Zutaten besorgt. Und schon waren wir auf go, es konnte losgehen.

Zu unser aller Erstaunen, lief nicht nur die Zubereitung wie am sprichwörtlichen Schnürchen, nein, auch das Ergebnis hat unsere geschmacklichen Erwartungen bei weitem übertroffen.

So ergab es sich, dass wir uns nun regelmäßig treffen, um Prasadam zuzubereiten, um damit Krishna und auch uns selbst zu erfreuen.

Zum Abschluss noch eine  Bildcollage, die einen Teil der von uns bisher gekochten Leckereien zeigt.

Hare Krishna

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