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Tomaten

Die Tomate stammt ursprünglich aus den tropischen Ländern Mittel- und Südamerikas (u.a. Peru, Ecuador) und wurde von spanischen Eroberern im 16 Jh. nach Europa gebracht. Erst im 20 Jh. zogen die Paradiesäpfel in unsere heimischen Gärten ein. Tomaten sind reich an Vitamin C, Fruchtsäuren und Mineralsalzen. Es gibt vermutlich mehr als 1000 verschiedene Sorten in unterschiedlichen Farben und Formen.

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1)  Theorie

Steckbrief:

  • Botanischer Name: Lycopersicon Esculentum
  • Familie: Nachtschattengewächs
  • Eigenschaften: Starkzehrer, Tiefwurzler
  • Zuordnung: Fruchtpflanze

Anbau:

Tomaten sollten aufgrund ihrer licht- und wärmeliebenden Eigenschaften im Haus oder Gewächshaus vorgezogen werden (Jungpflanzen). Sie können entweder an einem eigenen Standort angebaut werden, ein Anbau nach dem Prinzip von Mischkulturen oder Fruchtfolgen ist aber ebenfalls möglich.

  • Vorkultur: ab Ende März/Anfang April
  • Auspflanzen: ca. 6 Wochen nach Aussaat, vorzugsweise ab Mitte Mai (nach den Eisheiligen)
  • Ernte: Mitte Juli bis Oktober

    Tomatensamen

    Tomatensamen

  • Kulturdauer: ca. 16 Wochen
  • Samen: mind. 6 Jahre keimfähig
  • Pflanzabstände (bxl): 75-100 cm x 40-60 cm; Pflanzen für besseres Wurzelwachstum etwas schräg einpflanzen
  • Boden: keine besonderen Ansprüche; Tomaten bevorzugen jedoch humose, gut durchlüftete, nicht nasse Böden
  • Standort: belüfteter, sonniger, warmer Standort; geschützte Lage (Wind, Regen) –  z.B. vor einer weißen Südwand

Mischkultur und Fruchtfolge:

  • Gute Nachbarn: u.a. Zwiebeln, Neuseeländer Spinat, Sellerie, Kohl, Petersilie, Basilikum
  • Schlechte Nachbarn: u.a. Kartoffeln, Erbsen, Gurken, Dill, Fenchel
  • Gute Vorfrüchte: u.a. Radieschen, Salat, Gründüngung
  • Schlechte Vorfrüchte: u.a. andere Starkzehrer oder Nachtschattengewächse

Pflege und Düngung:

  • Gießen: Jungpflanzen regelmäßig gießen, später sparsam (eher trocken halten); nur „von unten“ gießen
  • Düngung: vor dem Auspflanzen mit verrottetem Mist oder Kompost, später mit Pflanzenjauchen (z.B. Brennnesseljauche) düngen
  • Anbau: Stützen oder Schnüre erforderlich (Pflanzenhöhe > 1,5 m!); Pflanzen vor längerer Nässe schützen (z.B. Dach), um Risiko der Krautfäule zu reduzieren
  • Empfehlungen: regelmäßiges Ausgeizen (max. 2-3 Haupttriebe) und Entblättern (bodennahe Blätter, max. 3 Stck/Tag) empfohlen; Boden mit Stroh oder trockenem Grasschnitt mulchen; 

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2)  Praxis

IMG_4973 - Kopie (2) (800x785)Für den Haid-Park sind 10 Tomaten-Pflanzen der Sorte ‚Rosa‘, einer bulgarischen Fleischtomate, geplant.  

Die Früchte sollen eine karminrosa Farbe haben und zwischen je 200 und 900 Gramm Gewicht aufweisen (Durchmesser ca. 9-15 cm)!

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Aussaat und Entwicklung:

Tomaten-Jungpflanzen räkeln sich in der Sonne

Tomaten-Jungpflanzen räkeln sich in der Sonne

Am 03.04.2013 erfolgte die Aussaat in Holzfasertöpfchen auf einer sonnigen Fensterbank.

  • Keimung nach 10 Tagen (je zwei, bei einer Pflanze drei Keimblätter)
  • 10 der 10 Samen sind gekeimt (100% Keimerfolg)
  • weitere ca. 10 Tage nach der Keimung (20 Tage nach der Aussaat) zeigten sich die ersten Laubblätter

Die Pflänzchen bleiben bis Mitte Mai im Haus, wobei sie jedoch täglich ein paar Stunden zur Abhärtung ins Freie gestellt werden.

Anbau:

Der Anbau in der Haid erfolgt unter einem kleinen Dach (gegen Nässe). Vor dem Pflanzen wird etwas kompostierter Mist oder reifer Kompost zugegeben. Eine regelmäßige Düngung mit Brennnesseljauche ist geplant.

Bilder folgen

Ernte:

Bericht und Bilder folgen

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Autor: Öl

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Quellen
Malvorlage Tomate: schulbilder.org
Inhalt: "Handbuch Bio-Gemüse" (Heistinger, Arche Noah) und "Der Biogarten" (Kreuter)

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