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Frühlingsgefühle

Inzwischen ist es angenehm warm und auch die Sonne lässt sich mehr und mehr blicken.
So ergab sich gestern eine gute Gelegenheit um die ersten Direktaussaaten zu tätigen.
Es wurden dreierlei Sorten Karotten, Speisekohlrüben, Stielmus, Schwarzwurzel, Pastinaken und Rettich ausgesät.
Desweiteren fanden Zucchini, Einlegegurken, Indianerkurbis, Andenbeeren und Wassermelonen ihren Platz zur Vorzucht in einem Blumenkasten.

Heute pflanzte ich die ersten, vorgezogenen Kohlrabipflanzen, Borretsch, Dill, Salbei, Sauerampfer und Pimpinelle.

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Kohlrabi

Vor ein paar Tagen wurden schon Radieschen ausgesät, welche auch schon prächtig aufgegangen sind.

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Radieschen

Schlangengurken wurden auch bereits pikiert.

Schlangengurken

Schlangengurken

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Schnittlauch

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Thymian

Auch schon im Beet sind ein Thymianstrauch und Schnittlauch.

Schematisch ergibt sich im Beet bisher folgendes Bild.

Anbauplan

So langsam wird das Beet voll, deshalb bin ich am überlegen, ob ich nicht noch ein Hügelbeet anlegen sollte.
Dazu muss ich mich allerdings erst noch einmal mit Herrn Wasko zusammensetzen, da wir ja auch noch den Bau einer Geo-Kuppel geplant hatten. Jedenfalls brauche ich bald mehr Platz.

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Vorkultur und Pikieren

Die Vorkultur:

Jede Kulturpflanze hat eine optimale Keimtemperatur (Sommersorten rd. 15-25°C) und eine bestimmte Keimdauer (ca. 4-20 Tage). Die Kulturdauer (Aussaat bis Ernte) reicht von einigen Wochen (Asia-Salate, Radieschen) bis zu 2 Jahren (z.B. Grünspargel).

Je nach Kulturdauer und Temperaturansprüchen kann es sinnvoll sein, Gemüse im Haus oder Gewächshaus im Frühjahr vorzuziehen (= Vorkultur). Die Vorzucht ermöglicht einen Wachstumsvorsprung gegenüber direkt ins Freiland gesätem Gemüse (meist erst ab Mai möglich) und macht sie außerdem weniger anfällig für „Schädlinge“. Einige wärmeliebenden Kulturpflanzen (z.B. Aubergine, Paprika) gedeihen in unseren Breite sogar nur über die Jungpflanzenzucht – bei Aussaat direkt ins Freiland wäre die Kulturdauer so lange, dass die ersten Herbstfröste noch vor dem eigentlichen Erntezeitpunkt kämen.

Die Vorzucht von Gemüse beginnt mit der Aussaat in Töpfen oder Aussaatschalen. Als Standort eignet sich eine helle, warme Fensterbank, ein Gewächshaus oder ein Frühbeet, wo die jungen Triebe vor Wind und Wetter geschützt sind. Neben Licht und einer angemessenen Temperatur brauchen die Samen v.a. ausreichend Feuchtigkeit, jedoch keinen Dünger (Anzuchterde; keine Blumenerde!).

Das Pikieren:

Rund 2 bis 3 Wochen nach der Keimung sollten die jungen Pflänzchen vereinzelt werden, damit sie kräftige Wurzeln entwickeln und sich nicht weiter „Konkurrenz“ machen. Das Vereinzeln nennt man „Pikieren„. Die Pflänzchen sollten zu diesem Zeitpunkt einige cm hoch sein und ca. 2 Blattpaare aufweisen.

Jedes Pflänzchen wird in ein einzelnes Töpfchen umgesetzt. Hierfür eignen sich z.B. Holzfaser-Töpfchen, Quickpots oder gebrauchte Joghurt-Becher. Die kleinen Pflanzen sind sehr zart und man muss beim umpflanzen vorsichtig sein. Hilfreich ist ein sog. Pikierstab. Den gibt es im Handel, es tut aber auch ein dünner Ast o.ä.

So wird’s gemacht:

  • Zunächst die neuen Töpfchen mit Jungpflanzenerde füllen und ein ca. 1-3 cm tiefes Loch (je nach Wurzellänge) mit dem Pikierstab eindrücken
  • Pflänzchen vorsichtig mit Pikierstab einzeln oder büschelweise aus der Aussaatschale heben
  • um die Wurzelentwicklung anzuregen, wird empfohlen, die längeren Wurzeln mit dem Fingernagel um ca. 1/3 einzukürzen
  • Pflänzchen so einsetzen, dass die Wurzeln nach unten zeigen (nicht umbiegen!)
  • Pflanzen gut andrücken und gut gießen, 2-3 Tage schonend aufstellen (nicht in die pralle Sonne) und darauf achten, dass die Erde nicht austrocknet

Nach einigen Wochen sollten die Setzlinge groß genug sein, um ausgepflanzt zu werden…

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Autor: Öl

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Alles neu, macht der Mai.

Wir haben zwar erst Ende März, aber dieser Spruch geht mir jetzt schon seit Wochen nicht mehr aus dem Kopf und so wird er jetzt, kurzerhand, von mir als Überschrift für diesen Artikel verwendet.

Ich habe nun die Ehre, euch den Hotelgarten (die Behausung von Chikyu wird im Volksmund „Hotel“ genannt, wegen der vielen und zahlreichen Besucher, die hier früher – wie heute – ein und ausgehen…) vorzustellen.

Dieses kleine aber feine Stückchen Land, in dem für mich alles begann.
Zunächst  zwei Blicke auf das Gelände: DSCF2121

DSCF2125 Das große, längliche Beet wurde erst neu angelegt. Die ersten Pflänzchen,  haben es sich bereits dort gemütlich gemacht:

Erdbeerpflänzchen

Erdbeerpflänzchen

Erbeerpflanze

Erbeerpflanze

Zwiebeln

Zwiebeln

Zwiebel

Zwiebel

In und neben den kleinen Gewächshäuschen am Rande, wachsen auch schon die ersten Kräuter:

Petersilie

Petersilie

Bärlauch

Bärlauch

Ein Teil der Anbaufläche liegt noch brach, auf welcher in den kommenden Monaten noch eine Geodätische Kuppel errichtet werden soll:

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Da ich bisher fast nur Bilder gezeigt habe, mache ich gleich damit weiter und präsentiere noch den Blick auf das Haus, in dem lichtfetzen und ich selbst residieren:

Der Tempel

Der Tempel

Die folgende Panoramaaufnahme zeigt sowohl die Behausung von lichtfetzen & chikyu, als auch die von deroel:

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Momentan ist es draußen noch zu kalt, zumindest für einen Großteil des Gemüses.
Aber Innen,  wo es kuschlig warm ist, gedeihen bereits die ersten Jungpflanzen und Kräuter:

Tomaten

Tomaten

Lavendel

Lavendel

Kamille

Kamille

Koriander

Koriander

Dill

Dill

Schnittlauch

Schnittlauch

Basilikum

Basilikum

Zitronenmelisse

Zitronenmelisse

Sellerie

Sellerie

Kohlrabi

Kohlrabi

Spinat

Spinat

Blumenkohl, Broccoli, Kohlrabi, Paprika, Weißkohl, Peperoni, Mini-Aubergine

Blumenkohl, Broccoli, Kohlrabi, Paprika, Weißkohl, Peperoni, Mini-Auberginen, Zwiebeln

Das waren jetzt ziemlich viele Bilder und relativ wenig Text.
Das nächste Mal möchte ich etwas mehr erzählen, aber fürs Erste soll es das gewesen sein.

Auf bald!

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Unser erster Acker

Acker Sandgrube

Wir haben Zuwachs bekommen! Nach zähen, wochenlangen Verhandlungen mit einem berühmten Bauern aus der Region hat Renato unser erstes Ackergrundstück an Land gezogen. Das Baby liegt ca. 5 km südöstlich von Heb (Luftlinie), hat eine Fläche von 6000 qm und ist auf den Namen „Sandgrube“ (?) getauft.

Etwa ein Drittel der Fläche steht uns zukünftig zur Bearbeitung zur Verfügung. Hier sollen im Frühjahr ca. 20 unterschiedliche Gemüsesorten angebaut werden, darunter verschiedene Kohlsorten, Salate, Wurzelgemüse, Kartoffeln und Gurkengewächse. Als Randbepflanzung sind Sonnenblumen, Gründüngung und eine Bienenweide vorgesehen.

Werwa versteckt sich im Kofferraum - er hat  große Angst vor den Wildschweinen

Werwa versteckt sich im Kofferraum – er hat große Angst vor  Wildschweinen

Der Acker liegt in einer bei Wildschweinen beliebten Gegend. Der Plan ist, entweder Zäune aufzustellen, oder die Schweine mit einer Flinte (am besten aus dem Spielwarenhandel) zu vertreiben. Werwa wurde von uns einstimmig als Wachmann auserkoren, worüber er sich sehr gefreut, und kurzerhand im Kofferraum verkrochen hat.

In den nächsten Wochen ist viel zu tun. Anbau- und Aussaatkonzepte erstellen, Vorzüchtung von Jungpflanzen, Zukauf von Jungpflanzen, für die eine Vorzucht schon zu spät ist, Beschaffung von Saatgut, Vorbereitung des Ackers etc. In Frage kommt natürlich nur Bio-Saatgut (z.B. Bingenheimer Saatgut) oder Jungpflanzen aus bio-dynamischem Anbau. Zu Beginn stehen uns Besitzer Uwe und Expertin Uschi mit Rat und Tat zur Seite.

Jetzt muss nur noch der Frühling kommen…

Autor: Deroel

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